00:00:01: Hallo zu dieser neuen im Kernfolge.
00:00:03: Mein Name ist Rangel Struss und ich möchte mit dieser kurzen Folge anknüpfen, an unsere längere Unterhaltung zum Thema innere Saboteure and Positive Intelligence.
00:00:14: Das ist nämlich ein Thema was sich in Führungskräfte Coaching super spannend finde weil Ich feststelle dass viele Hyperformer Ihre eigenen Saboteure, obwohl sie Ihnen – wie das Wort ja schon sagt – nicht nur gutes Beschern irgendwie lieben und nicht loslassen wollen.
00:00:33: Und ich glaube... Das liegt daran, dass in einer Welt in der quasi immer mehr Druck beruflich auch entsteht so eine Angst vorherrscht.
00:00:42: Dass wenn man sich seinen Mustern widmet die einen weit gebracht haben das man dann die eigene Leistungsfähigkeit verlieren würde.
00:00:50: Dass man in diesem Markt Druck nicht mehr gut existieren oder ihm standhalten könnte.
00:00:56: und da viel empführungskräfte Coaching denn genau darum geht mal auseinander zu klamüsern was eigentlich so ne innere über Lebensstrategie, die vielleicht früher auch nützlich war.
00:01:07: Heute aber auch an noch mehr Stress erzeugt und damit eben von der inneren Kraft nimmt.
00:01:13: Das ist einfach so ein ganz spannendes Thema, auf das ich gerne heute einmal eingehen würde.
00:01:19: Und zwar kann man sich diese inneren Saboteure und das könnt ihr in der langen Folge auch noch mal nachhören, so vorstellen dass das so Muster sind die unter Druck anspringen also immer dann wenn ich das Gefühl habe oh jetzt wird es hier irgendwie bisschen eng.
00:01:31: Dann kobel ich mein inneres Überlebensmuster was ich schon ganz früh ausgebildet habe nochmal mehr an und das hat auch weit gebracht und deshalb macht's eben manchmal auch Schwierigkeiten sich vorzustellen, dass man das ein bisschen integrieren könnte oder sich dieses Muster noch mal ein bisschen anschauen könnte.
00:01:50: So typische Hyper-Formersaboteure sind sowas wie der Hyper-Achiever, also so dieser überleistungsmensch, der generell Leistung erzeugt um sich wertvoll zu fühlen.
00:02:03: Der wenn es übertrieben ist dann aber auch zur wirklich Workholism, Rastlosigkeit, Selbstausbeutung, Überbetriebsamkeit so burnoutneigt.
00:02:17: Name vielleicht vermuten lässt, geht es da gar nicht so unbedingt nur um Kontrolle sondern es geht vor allen Dingen um Einfluss.
00:02:22: Also das ist meistens ein Mensch der das Gefühl hat wenn ihm ein inneres Gefühl von Ohnmacht bevorsteht dann fährt er eben richtig auf um nochmal Einfluß zu nehmen und sich selbst innerlich zu beruhigen.
00:02:37: Und natürlich kann das denn in der Übertreibung dazu führen dass man total micromanaged oder ja vollkommen delegations unfähig ist und dem Team nicht mehr vertrauen kann.
00:02:49: Hyper Vigilent ist so dieser besonders wachsame Typ, immer dann wenn es eng wird fängt er an alle Risiken übermäßig zu scannen und sich auch damit zu beschäftigen was alles schiefgehen könnte weil er eben nicht überrascht werden will.
00:03:01: also das geht zurück auf ein Muster was Überraschungen vermeiden wollte.
00:03:07: Und im wirklich stressigen Zustand führt das aber dazu, dass vielleicht auch eine Neigung zum Katastrophisieren ist oder dass man eben so total überangespannt ist durch diesen Alarmzustand in dem man isst.
00:03:19: Was noch sehr häufig vorkommt ist so ein perfektionistisches Muster.
00:03:23: In diesem System nennt man das den Stickler, da geht es vor allen Dingen darum Kontrollverlust zu vermeiden also Kritik aus dem Weg zu gehen und Fehler auszumerzen.
00:03:32: Und man kann sich vorstellen ob gleich dass ja viel zur Erfolgs-Sicherheit in der Karriere beigetragen hat Hat natürlich auch eine dunklere Seite nämlich die die dann in so ne Überkontrolle Geht so bisschen regide wird Entscheidungsstar die wahnsinnig große Fehler Angst haben und dann nicht mehr richtig schlafen kann sozusagen.
00:03:52: Es gibt ja zum Beispiel auch so was wie den inneren Plieser, also der eben auch im Leistungszusammenhang gelernt hat, Zugehörigkeit zu sichern, indem eigene Bedürfnisse zurückgestellt werden.
00:04:03: Und das geht dann soweit im Stress – dass es wirklich Konfliktvermeidung gibt aber auch einen eigenen Grenzverlust, dass man sich selbst aufgibt überhaupt nicht mehr weiß, was man eigentlich will oder was man braucht.
00:04:15: Und was ich daran so spannend finde ist, dass natürlich Führungskräfte heute wissen hey die Fähigkeit die morgen wichtig sein wird es selbst Regulationsfähigkeit und das wollen auch eigentlich alle die zu uns kommen.
00:04:28: Aber wenn wir dann an diesen verschiedenen Hebeln arbeiten dann zeigt sich im Leadership Kontext so ein innerer Konflikt, nämlich dass die destruktiven Stressmuster zwar schon abgebaut werden wollen von den High-Performern aber gleichzeitig eine ganz große Angst herrscht das sie dann weniger leistungsfähig würden oder oder weniger durchsetzungsstark oder weniger beliebt oder weniger belastbar.
00:04:55: und damit möchte ich gerne einmal aufräumen.
00:04:59: Und vielleicht kannst du dich ja auch darin wiederfinden wenn paar Gedanken mal mitgebe.
00:05:06: Weil ich nämlich glaube, dass der entscheidende Perspektivwechsel und so ist es auch im Coaching nicht darin besteht die Saboteure jetzt irgendwie als nur dysfunktionale Muster zu betrachten sondern es geht darum auch ihre Funktionalität und das was sie in der Leistungsbiografie für dich getan haben anzuerkennen.
00:05:24: weil erst wenn ich das anerkenne kann ich dann auch quasi eine Wahl haben ja?
00:05:29: Die Ängste die da kommen ist so oh werde ganzen Druck überhaupt noch gerecht und werde ich dann überhaupt noch erfolgreich sein in den stressigen Umfeldern, in denen ich arbeite?
00:05:39: oder auch so eine Angst wie werde ich vielleicht irrelevant wenn ich loslasse.
00:05:45: Im PISA?
00:05:46: Gedanken ist vielleicht sowas wie hey wenn ich jetzt Grenzen setze mögen mich andere dann überhaupt.
00:05:52: Jemand, der vielleicht im Stress eher rational wird.
00:05:55: Der hat einfach Schiss das ja Leute sich auch abwenden oder er oder sie selbst die Kontrolle verliert wenn Sie sich jetzt emotional sichtbar zeigen.
00:06:05: Entspannung ist etwas was dann total Angst macht weil man vielleicht auch ein Risiko übersehen würde würde der sehr wachsame innere Saboteur sagen.
00:06:13: und diese Ängste glaube ich die erklären warum man Veränderungen Selbst Dann gegenüber ambivalent bleibt, wenn der Leidensdruck schon hoch ist.
00:06:25: Eben weil diese Muster ja auch etwas sind auf die man sich verlassen konnte dass sie irgendwie gute Ergebnisse geliefert haben das man dadurch eigen motiviert war, dass man gut durchhalten konnte, dass irgendwie der Leistungswille auf Dauer erbracht werden konnte, Dass man keine Ahnung ganz viel Verlässlichkeit hatte, gut steuern konnte oder vielleicht auch Marktsveränderungen ganz schnell vorhersehen konnte oder personelle Dynamiken super gut durchschaut hat, was ich jetzt sagen möchte ist man sollte trotzdem sich dieses übertriebene dysfunktionale Muster anschauen weil selbst wenn jemand zum Beispiel organisatorisch super erfolgreich ist Kann es sein, dass dieser Mensch innerlich nicht zur Ruhe kommt?
00:07:11: Ich hatte neulich einen Unternehmer im Coaching.
00:07:16: der seit Jahren, und ich mache keine Scherze.
00:07:19: Seit Jahren keine Ferien gemacht hat weil er das Gefühl hatte dass freie Zeit nicht für Erholung sorgt sondern unterschwellig ganz viel Nervosität produziert hat.
00:07:32: also nicht gebraucht zu werden fühlt sich für den eben nicht frei an sondern geht in die Richtung von Bedeutungslosigkeit Und da kann man sich natürlich schon klar von ableiten.
00:07:43: Das Exzellenz also auch durch diese inneren Saboteure, einfach nicht das Gleiche ist wie einen gesunden Souverän selbst wert zu haben aus dem man dann Kraft wirklich schöpft.
00:07:56: Weil wenn ich versuche quasi das Negativ auszugleichen und das genau ist das Problem bei den Saboteuren, wenn die nicht angeguckt werden, dann überstrapaziere ich meine eigenen inneren Resilienzkräfte irgendwann.
00:08:11: Ich hatte euch auch super spannend eine Partnerin aus der Unternehmensberatung, die wirklich hochprofessionell auftritt und auf alle anderen so wirkt.
00:08:20: Innerlich ist die, die ganze Zeit von einer Angst getrieben nicht genug zu sein.
00:08:26: Also irgendwie den Anschluss zu verlieren wenn sie nicht maximal performen.
00:08:30: Deshalb macht ihr halt so viele Überstunden dass Sie inzwischen und das war Ihr Problem warum sie auch zu mir kam darunter lit dass eigentlich nur noch der Lebensbereich Job im Vordergrund stand und sie sonst eigentlich wenig Lebensbereiche wirklich für sich irgendwie so ausleben konnte.
00:08:47: Und das macht es glaube ich ziemlich deutlich.
00:08:49: In diesen Saboteuren leidet der Überleistungsfähige nicht an der Leistung selbst, sondern er leidet an der Unfähigkeit außerhalb der Leistungen überhaupt noch ein gutes Identitätsgefühl zu haben.
00:09:03: Oder der innere Controller dieser Saboteur, der leidet ja nicht daran dass er Verantwortung hat sondern dann sind es Menschen, die darunter leiden, dass sie unfähig sind auch mal Unsicherheit oder Ohnmacht innerlich auszuhalten.
00:09:20: Wen hatte ich eben noch genannt?
00:09:21: Der Hypervigilent also dieser ganz wachsame der hat ja nicht ein Problem damit das er Risiken erkennt Sondern der leidet an der Unfähigkeit sich überhaupt in irgendeiner Form sicher zu fühlen wenn er nicht permanent wachsam ist.
00:09:37: oder der perfektionistische, also dieser Sticklersaboteur.
00:09:43: Der findet natürlich seine hohen Standards selbst gut, ist ja auch richtig so.
00:09:47: Allerdings hat der die Unfähigkeit sich auch mit Fehlern oder Unvollkommenheiten noch wertvoll zu finden und das ist schon was, was dann einfach wahnsinnig viel Kraft kostet.
00:09:57: Genauso der Pließer, der jetzt mit seiner eigentlichen Fürsorglichkeit erstmal kein Problem hat dafür wird er ja auch belohnt, der innere Saboteur sondern dieser innere Anteil, der leidet daran nicht in der Lage ist daran zu glauben oder darin zu vertrauen, dass eine Beziehung auch ohne Anpassungen bestehen bleiben kann.
00:10:19: Und ich hatte glaube ich eben noch jemanden genannt, der so super rational ist ne?
00:10:23: Der so ein bisschen in die Kühle geht.
00:10:25: das ist für den an sich auch nicht schlimm weil er kann ja schnell und gut denken.
00:10:28: aber der leidet dann vielleicht manchmal daran Dass er sich gar nicht verletzlich zeigen kann ohne das Gefühl zu haben mit die Kontrolle zu verlieren zum Beispiel.
00:10:39: Und vielleicht kennst du auch Leute, die so ein bisschen Wälder also Vermeidungstendenzen haben.
00:10:44: Die leiden ja nicht im guten Zustand an ihrem Harmoniebewusstsein und dass sie diskutär stellen können sondern eher an der Unfähigkeit das Sie Konflikt als etwas sehen oder erleben können was Beziehungen eben nicht automatisch zerstört sondern sogar gerade in Führungskontext stabilisiert.
00:10:59: Also was deutlich wird ist, diese Unfähigkeiten, Dinge auszuhalten sind dann genau das, was ja auch ins Team getragen wird.
00:11:07: Dass zum Beispiel chronischer Druck herrscht oder dass Beziehungen funktionalisiert werden, also so ganz faktisch behandelt werden oder es keine gute emotionale Präsenz gibt und man vielleicht kein gutes Gespür für psychologische Sicherheit hat.
00:11:22: Und das ist ja wiederum etwas, was Führungskräfte nicht wollen.
00:11:25: Dass dann ihre eigene Wirksamkeit im Team darunter leidet, dass sie bestimmte Zustände nicht aushalten können.
00:11:31: und deshalb möchte ich dich mit ein paar Reflexionsfragen heute entlassen nämlich dem mal zu überlegen okay welche Unsicherheit kontrollierst du im Moment zum Beispiel Überleistungen?
00:11:45: Welches Gefühl Versuchst du, nicht spüren zu müssen.
00:11:50: Also was kannst du ganz schlecht aushalten?
00:11:54: Was wäre vielleicht anders wenn du dich nicht beweisen müsstest also wenn du nicht den Drang hättest immer noch anderen wirklich belegen zu müssen das du gut bist in dem was du tust.
00:12:05: Was wäre zum Beispiel die kleinste Pause die du emotional aushalten kannst?
00:12:12: oder welche Unsicherheit könntest du dir vornehmen mal lernen zu erleben, ohne dass es eine direkte Bedrohung ist.
00:12:21: Und darum geht's mir bei diesen inneren Saboteuren das man sich im Coaching anguckt.
00:12:25: okay welche Kehrseite soll dadurch vermieden werden?
00:12:32: und wenn du das aushalten kannst ambivalentzen oder emotionale Nähe meine Pause zu machen vielleicht mal zu vertrauen zu delegieren vielleicht um Hilfe zu bitten Verletzlichkeit zu zeigen Dann bist du insgesamt die viel souveränere Führungskraft, weil du innerlich nicht die ganze Zeit damit beschäftigt bist eine bestimmte Sache zu vermeiden.
00:12:55: Denn das frisst immer unfassbar fehl Energie!