00:00:01: Eine große Message der Eltern von der GENZ ist, du kannst alles haben, du kannst alles erreichen, was du möchtest.
00:00:08: Dieses Kind ist aufgewachsen in einer unsicheren Welt, in der es aber im Inneren eine Kokon-Erfahrung hatte und gleichzeitig wieder rausgeschickt wurde in diese Welt mit wahnsinnig hohen Erwartungen.
00:00:21: Die letzten Zeiten des Krieges und die ganze Corona-Krise, Finanzkrise etc.
00:00:25: Das heißt, sie sind schon echt in eine ganz andere Welt geboren.
00:00:28: Das ist glaube ich dramatischer auch.
00:00:30: auch manchmal, als das so dann gesagt wird.
00:00:32: Was das macht, dieses Generationenbashing und was es auch macht, überhaupt auf andere zu zeigen, ist immer Trennung.
00:00:39: Aber
00:00:40: ich höre das auch immer wieder von Freunden und vor allen Dingen von Kundinnen, dass sie das alles anstrengend und nervig finden, auch eben mit der jüngeren Generation.
00:00:47: Deshalb glaube ich, ist schon die Frage, okay, was machen wir denn jetzt?
00:01:00: Mein Name ist Jali Grau und ich sitze hier regelmäßig zusammen mit dem Experten-Team aus Rangelstruss und Johann Klausen.
00:01:06: Die beiden sind nicht nur die Inhaber von Struss und Klausen Personal Development, sondern beraten auch seit vielen Jahren Menschen dabei, beruflich und privat ihr Potenzial zu entfalten.
00:01:15: Wir tauchen in unseren Folgen tief in die Theorie ein und verbinden sie mit Beispielen aus der Berufspraxis, die du auf deine persönliche Situation anpassen kannst.
00:01:24: Legen wir los!
00:01:30: Die Jugend von heute.
00:01:33: Immer am Handy.
00:01:34: Immer online, kein Bock auf richtig harte Arbeit.
00:01:37: Work
00:01:38: hard, play hard ist auf jeden Fall nicht das Motto des Tages.
00:01:42: Wir wollen heute über die Jenset sprechen, über die Zuma, wie sie auch so schön genannt werden.
00:01:48: Liebe Rangheld, du darfst direkt starten.
00:01:50: Wer sind denn diese Zuma?
00:01:53: Also die Generation Z sind die ersten Digital Natives und die sind geboren, sagt man so Mitte der Neunziger, also ungefähr neunzehnfünfundneunzig bis zweitausendzehn.
00:02:03: Das heißt, es sind heute Jugendliche und junge Erwachsene, die ins Arbeitsleben eintreten.
00:02:10: Und was ist so, ich habe ja gerade einfach mal so ein bisschen was rausgehauen.
00:02:15: Was ist denn so typisch für diese Generation?
00:02:17: Ja, wir haben uns heute mal überlegt, dass wir vielleicht einmal noch schnell rauszoomen, passen zu den Zoomern und gucken, wie so Generationen vielleicht überhaupt entstehen.
00:02:24: Das sind ja so Zuschreibungen von Zeiten, im Grunde, dass man noch nicht, wenn man in der Zeit neunzehntig geboren ist, ist man jetzt vielleicht automatisch Zoomer.
00:02:31: Vielleicht ist man dann auch so dazwischen.
00:02:33: Also es ist ja eine Gruppe von Einzelpersonen, die wir dann zu einer gesellschaftlichen Struktur hier zusammenziehen, eben einer Generation.
00:02:40: Und irgendwie rang ich gerade schon so und du ja auch einleiten gesagt hast, das sind natürlich die ersten eben die rein digital, also ich meine bei uns.
00:02:47: war quasi dann ja noch irgendwie, gab es noch das Fax und alles Mögliche andere und wenn wir weiter zurückgehen gab es noch nicht mal ein Fax, sondern irgendwie noch nicht mal ein Fernseher und weiß der Kuckuck, also das ist im Grunde genommen ja alles gar nicht so lange her im Verhältnis und gleichzeitig geht es jetzt eben auch immer schneller.
00:03:02: Das heißt diese Generation so einzuordnen und auch vielleicht ein bisschen mitgefühlt zu entwickeln, weil unser Thema ja auch heute ist, wie gehen wir damit um, wie können wir auch mit Konflikten umgehen in zwischen Generationen, wie können wir da eben auch nicht so ein Bashing betreiben, sondern eher zu Verbindungen.
00:03:16: und daraus lernen, was die Generation miteinander dann irgendwie verknüpfen können.
00:03:20: Und da haben wir uns dann irgendwie mal gesagt, hey, also wie sind die eigentlich aufgewachsen?
00:03:24: Und das waren ja schon besondere Zeiten jetzt.
00:03:26: Also wenn man mal ganz vorneweg noch jetzt die letzten Zeiten des Krieges nimmt und die ganze Corona-Krise, die eben riesigen Impact hatte, auf deren vulnerablen Zeiten, wo die ja gerade in dem Erwachsen werden waren oder im Jugendlichen oder auch noch ganz jung waren, sodass die ja teilweise sehr losgelöst von der Außenwelt waren.
00:03:44: durch die Digitalisierung ja ohnehin sehr stark immer eben in der Interaktion sind über eine gewisse Fläche, die sie in der Hand haben oder ein Tablet oder ähnliches.
00:03:53: Und dadurch natürlich auch viel Trennung stattfindet, ohne dass denen das eigentlich bewusst ist, beziehungsweise ohne dass die das natürlich auch wollen.
00:04:00: Aber das würde dann natürlich häufig auch verstärkt.
00:04:02: Und davor gab es noch andere Krise, Finanzkrise etc.
00:04:04: Das heißt, die sind schon echt in eine ganz andere Welt geboren.
00:04:07: Und nun kann man natürlich sagen, irgendwie geht es uns hier jetzt in unserem Kulturkreis gut und gleichzeitig ist der Stress wie wird es in Zukunft sein, auch noch nie so groß gewesen, weil es eigentlich seitdem... im zweiten Weltkrieg ja immer jeder Generation danach im Durchschnitt, immer wichtig im Durchschnitt, nicht für jeden einzelnen Person, besser ging als der Generation davor.
00:04:27: Und das ist eben auch sehr stark für die gefühlt in Gefahr und möglicherweise auch ökonomisch sehr stark in Gefahr.
00:04:33: Das heißt, wir haben auch eine neue Zusammenstellung, dass man eben nicht einfach sagt, okay, wenn ich das mache, dann kann ich nachher irgendwie auch erfolgreich werden und was an meine Kinder weitergeben, sondern irgendwie müssen wir das alles ein bisschen neu denken.
00:04:45: Das ist, glaube ich, dramatischer auch manchmal als... dass so dann gesagt wird und in dem Moment, wie so darüber schnell mal gesprochen wird, nimmt das glaube ich die Komplexität eigentlich häufig weg, weil man dann eben mit so einem Satz so sagt, okay, der hat auch keinen Bock zu arbeiten oder der ist montags morgens immer müde sie oder er.
00:05:02: Und das ist natürlich nicht so, sondern dass wir da eben jetzt mal gleich den Zoom wieder reinmachen und gucken, die zeigt sich das einfach.
00:05:10: Aber ich glaube, wir sollten eine Lernse für jede Generation brechen, weil die immer ihre eigenen Bedürfnisse und natürlich ihre eigenen Herausforderungen hatte.
00:05:17: die hier ganz besonders eben häufig gar keine richtigen Erlebnis-Räume hatte, wirklich faktische Erlebnis-Räume.
00:05:24: Also wenn man sagt, was ist auch Psychologie, ist eigentlich Erleben und Verhalten.
00:05:27: Das kommt
00:05:28: durch Corona.
00:05:29: Entschuldigung.
00:05:29: Naja, das kommt natürlich dadurch, dass die eigentlich ja viel abgenabelter von der Welt sind, weil sie zwar so herrlich mit allen Kontakt treten können und wir ja alle so herrlich mit den Handys und allem in Kontakt treten können.
00:05:41: Aber gleichzeitig eben die richtige, in Anführungsstrichen, Begegnungen, sich in die Augen zu gucken, sich miteinander zu verabreden, richtig was zu fühlen, irgendwas zu machen.
00:05:50: Das hat natürlich sowohl abgenommen digital als auch durch Corona wurde man ja wirklich faktisch.
00:05:57: Ich sag's jetzt mal hart, weggesperrt und dann ist natürlich auch keine Schule mehr gewesen, etc.
00:06:03: Also da gab's ganz viele Themen.
00:06:05: Und ich finde, was dadurch so deutlich wird, und das ist ja auch das Thema, wenn man darüber spricht, wie unterschiedliche Altersgruppen zu Generationen zusammengefasst werden können, ist, dass die natürlich aus diesen Bedingungen, in denen sie aufwachsen, die sich maßgeblich auf ihr eigenes Inneres erleben, auswirken, dass sie daraus eben Werte, Einstellungen entwickeln und auch natürlich mentale Bewältigungsstrategien.
00:06:29: Und ich fand das so toll, was du gerade gesagt hast, dass man ein Verständnis eben für die Interaktion soziokulturell entwickeln muss, die sie erfahren hat, diese Generation, um dann auch besser zu verstehen, wie sie vielleicht heute im Arbeitsleben ... En gros auftreten.
00:06:47: Und es ist natürlich klar, dass wir in dieser Folge über eine Gausschiff-Verteilungskurve reden.
00:06:52: Das heißt über Häufigkeiten und nicht über einzelne Personen, weil natürlich in jeder Altersklasse auch vollkommen unterschiedliche Ausprägungen von Charakteren vorhanden sein können.
00:07:02: Aber zum sozusagen aufklären und vielleicht auch ein bisschen zum irritieren, sprechen wir jetzt in dieser Folge eben über die GENZ in einer Verallgemeinerung.
00:07:13: Und wenn euch irgendwas sauer aufstößt, dürft ihr euch natürlich immer gerne bei uns melden, dann gehen wir da gerne noch mal drauf ein.
00:07:19: Genau.
00:07:19: Und dieses Thema, das lädt eben ein.
00:07:20: Das lädt dazu
00:07:21: ein.
00:07:21: Weil
00:07:21: das natürlich, es gibt immer so einen schönen Spruch schon von den alten Griechen, die hatten, es gab immer quasi die ältere Generation oder sogar zwei ältere Generation davor, da haben immer schon der jüngeren Generation vorgeworfen, dass sie irgendwas nicht gemacht haben, nicht geleistet haben oder sich auf ihren Goldsäcken quasi ausruhen.
00:07:39: Und das heißt, dieses Klischee gab es schon ewig.
00:07:42: Aber natürlich die Frage, wie zeigt sich das eben heute?
00:07:44: Range Thurs gerade von Werten gesprochen.
00:07:46: Was sind denn das für Werte, die diese neue Generation hat?
00:07:50: Ich habe gerade so ein ganz interessantes Buch gelesen, eine große Empfehlung von Susie Welch Becoming You.
00:07:56: und die hat einen Artikel, ich glaube im Harvard Business Review auch geschrieben, darüber, ob die Gen Z denn unemployable sei, also ob man mit denen überhaupt Arbeit könnte quasi.
00:08:06: Und sie hat das aufgefächert an den Werteunterschieden, die es eben zwischen den einstellenden Personen und der Gen Z gibt.
00:08:15: Sie hat in Untersuchungen herausgefunden, dass es vor allen Dingen drei Themen sind, die die GENZ vor allen Dingen beschäftigt.
00:08:21: Und das ist einmal eine Sinnorientierung und ich glaube, dass auch ein großer Wert, also überhaupt eine werte Orientierung zu haben, ist für diese Generation total wichtig.
00:08:30: Dann das Thema Authentizität, also wirklich sich selbst ausdrücken zu können, wobei ich da gerne ein Sternchen dran machen möchte, weil ich nicht weiß, ob das in der Generation eigentlich richtig verstanden ist, was Authentizität eigentlich bedeutet.
00:08:42: Und das Dritte ist sozusagen.
00:08:45: Helping Others nennt sie das.
00:08:46: Also da geht es darum, dass man gegenseitig Unterstützung leistet, dass man auch sozusagen kooperativ und kollaborativ denkt.
00:08:55: Und das stößt dann vor allen Dingen mit einem Wert über ein oder entgegen, den die ältere Generation hat, nämlich willingness to work hard.
00:09:04: Also eben die hohe, hohe Leistungsbereitschaft, die auch mit Überstunden und so weiter verbunden ist.
00:09:09: Und das hat nicht mal zwei Prozent Angaben gefunden in der Jungen.
00:09:14: Generation.
00:09:15: Da
00:09:15: sind wir schon voll drin in dem Konfliktthema.
00:09:18: Diese Werte, die klingen ja erst mal so ganz gut, wenn man sich das so anhört.
00:09:23: Wie äußern die sich denn jetzt, wenn wir das mal aufs Berufsleben übertragen, was bedeutet das, Purpose wichtig zu finden?
00:09:29: Ja, das fängt meistens schon bei den Stellenausschreibungen oder auch wie die Stellen beworben werden an, würde ich sagen.
00:09:35: Und wie sich eben darauf dann eben gemeldet wird, ist, dass man sehr interessiert daran ist, dass man was mitbewegen kann und einen inhaltlichen Sinngehalt auch direkt vom Staat miterlebt.
00:09:45: Und das ist das ganz neu, weil... Ich hatte noch eine Ausbildung gemacht, da hat man sich darauf eingestellt, dass man quasi ein Jahr erst mal irgendwie zuhört und lernt quasi gewissermaßen.
00:09:54: Ich will jetzt nicht sagen, noch Kaffee kocht, das war eine herrliche Zeit.
00:09:57: Und heute ist es eher so, dass man Lust hat, eigentlich direkt das schöne Wortes auf Augenhöhe mitzugestalten, obwohl vielleicht die andere Generation oder die anderen, die am Arbeitsplatz sind, vielleicht das Gefühl haben, wie kann jemand, wenn er gerade an Start kommt, mitgestalten.
00:10:10: Und das ist ein großer Twist, weil die eben mitgestalten wollen, das heißt, sie wollen an einem lebendigen Projekt mit... Sinn ausprobieren und Learning by Doing eigentlich dann etwas mitmachen und sich als vollwertige Person eben einbringen.
00:10:25: Klingt anspruchsvoll.
00:10:26: Das ist anspruchsvoll, also es macht es einfacher, wenn man es wahr ist und das wahrscheinlich auch das Sternchen, was Rangel gerade gesagt hatte, da würde ich noch ein Sternchen ranhängen, das die vielleicht möglicherweise eben eine Generation noch nie richtig für sich eben in Anspruch genommen hat zu gucken, was ist von innen nach außen eben ein authentischer Kern und da können wir auch gleich nochmal hinkucken.
00:10:44: Aber das macht es herausfordert und gleichzeitig natürlich auch ganz schön, weil... Was Interesse ist, riesig.
00:10:49: Also das ist häufig sehr groß.
00:10:51: Das kommt dann aber beim Gegenüber.
00:10:52: Kann es rüberkommen wie Anforderungen direkt an eben gewisse Rahmenbedingungen und Inhaltsthemen, mit denen man vorher nicht gerechnet hat, wenn man vielleicht eine Assistenz oder auch ein Trainee gesucht hat.
00:11:04: Ja, zu dem Sinnthema nur ganz kurz.
00:11:06: Heißt das, Sie wollen quasi am Sinn direkt mitgestalten oder reicht es auch einfach, wenn Sie verstehen, was das Arbeitsumfeld für eine Sinnhaftigkeit hat?
00:11:16: Ich würde sagen, beides ist wichtig.
00:11:18: Ich glaube, es macht es viel einfacher, wenn man weiß, wofür das ist im größeren Rädchen oder im größeren Kontext, aber gleichzeitig haben die auch sehr starkes Interesse daran.
00:11:27: Und ich sage jetzt immer die, aber ich glaube, es tut jedem gut, aber die möchten eben von vorne rein auch direkt das Gefühl haben, dass man eine Selbstwirksamkeit im Tun hat.
00:11:37: Also ich glaube, dass diese Anspruch an Sinn einer ist, der ja recht diffus aufgefasst wird und auch, glaube ich, von der Generation selbst, das erleben wir ja auch in unseren Beratungen mit Schülerinnen, Studentinnen und Absolventinnen, auch im Erleben selbst nicht so ganz klar ist, was das eigentlich heißt, aber es geht schon darum, dass man eine Bedeutsamkeit erfährt, also dass man das Gefühl hat, einen Beitrag leisten zu können, der übergeordnet wichtig ist und dass drückt sich zum Beispiel auch dadurch aus, dass ein Anspruch an Nachhaltigkeit gestellt wird ins ans Unternehmen Arbeit, zum Beispiel auch an die Kultur, also auch ans Arbeitsklima, dass sozusagen in einem ökologischen Bewusstsein gearbeitet wird, das nächsten liebe eine Rolle spielt.
00:12:23: Also diese Sinnorientierung ist auf der einen Seite nach außen gerichtet, eben positiv die Welt zu beeinflussen und zwar nachhaltig und ist aber auch an das innere Erleben geknüpft, nämlich zu dass das eigene tun sinnvoll ist und das ist aber glaube ich gar nicht unbedingt immer so definiert und auch sind das ja generell so große Worte wie zum Beispiel auf Augenhöhe.
00:12:45: ja was heißt das eigentlich?
00:12:47: ich glaube dass diese dieser Wunsch nach Authentizität gekoppelt mit dem Wunsch nach Sinn schon ganz stark darauf ausgerichtet ist, dass diese Generation sich in ihrer eigenen Individualität Ausdruck verleihen möchte und manchmal aber vielleicht gar nicht so genau weiß, was das eigentlich heißt.
00:13:04: Einig ist es sehr komplex, aber genau wie Reinge so schön sagt, das ist Sinn, Wort ist ja riesig, also und auch nicht der Purpose und Purpose Driven und häufig, wenn man natürlich noch nicht angefangen hat, das zu erleben, dann weiß das Innere auch gar nicht, wie sich das anfühlt und worauf und das kann dann zu einer Konzerte Konflikt führen, dass das Sinnwort so riesig ist und vielleicht auch so überwichtig wird, dass man sich davon immer weiter entfernt gefühlt und das schafft ja auch eine Dissonanz, wenn man dann vielleicht mal Sinn mit gesehen werden übersetzt.
00:13:36: Ich glaube, dass alle Menschen ja ein großes Bedürfnis nach Verbindung und gesehen werden haben und ich glaube, hier ist genau dieses gesehen werden, wurde im Grunde, ich sage es mal ein bisschen zugespitzt, ein wenig traumatisiert über die Jahre dieser ganzen Krisenaffnung.
00:13:51: und dabei auch noch aus den Augen verloren.
00:13:54: Das heißt, ich glaube, die kommen in den Arbeitsmarkt zurecht und wollen gesehen werden.
00:13:58: Es wurde ihnen auch ewig gesagt, hey, es gehen ganz viele raus in den nächsten Jahren, also ihr werdet gebraucht, wir wollen euch.
00:14:04: Und ich glaube, Das führte dazu, dass eigentlich offene Arme dazu führten, dass man eben auch sagt, oh ja, komm, jetzt habe ich auch richtig Bock mitzumachen.
00:14:12: Und dann dieses riesige Wort Sinn und noch eigentlich nicht richtig erlebt zu haben im gelebten Alltag, wie sich das anfühlt, führt, glaube ich, auf beiden Seiten, manchmal zu einem Dissonanz oder einem Amiguritätsverhältnis.
00:14:24: Aber wenn man davon ausgeht, gesehen zu werden, dann glaube ich, schafft das total viele Brücken.
00:14:29: Ich glaube, dass das auch noch zusammenkommt mit der Erfahrung, die sie mit ihren primären Bindungspersonen gemacht haben.
00:14:37: Denn die sind auf der einen Seite krisengeschüttet aufgewachsen und auf der anderen Seite aber auch sehr in Watte gepackt, sehr behütet, weil Eltern natürlich das Bedürfnis haben, ihre Kinder zu schützen und in Sicherheit zu wissen.
00:14:49: Und ob dieser sehr krisenhaften Umgebung wurde da, glaube ich, viel darauf geachtet, die Welt auf die Kinder vorzubereiten und nicht umgekehrt.
00:14:58: Was heißt das genau?
00:15:00: Naja, das heißt, dass viel das Kind Konsequenzen gar nicht selbst tragen musste, sondern dass wenn irgendwas schief gelaufen ist, dann wurde das Kind quasi dadurch geschützt, dass die Mutter zur Lehrerin gegangen ist und gesagt hat, das geht so aber nicht.
00:15:12: Und das ist in dieser Generation typisch?
00:15:14: Ja,
00:15:15: viel stärker, weil ja die Eltern eigentlich den.
00:15:20: Die Gegend ist eigentlich recht gut.
00:15:21: Und jetzt haben sie eben erlebt, dass ihre Kinder durch die Krisen, die wir gerade genannt haben, stark leiden.
00:15:27: Vor allen Dingen, weil sie auch viel schneller so ein Bewusstsein für Krisen durch Social Media eben bekommen haben.
00:15:32: Die sind ja mit einer Informationsflut aufgewachsen, die die Generationen davor noch viel besser filtern konnten.
00:15:38: Das heißt, Mama-Bär und Papa-Bär-Gefühle sind aufgetaucht.
00:15:42: Und die Kinder sollten eben so ein bisschen quasi im Ausgleich für ihre Sozialisation in der Umwelt, sollten sie innen geschützt.
00:15:49: werden.
00:15:49: Und das wurde kombiniert mit der Ermutigung, ganz hohe Erwartungen ans Leben zu haben.
00:15:56: Also eine große Message der Eltern von der Gen Z ist, du kannst alles haben, du kannst alles erreichen, was du möchtest.
00:16:04: So, das heißt, dieses Kind, wenn man es jetzt mal auf eine Person runterbricht, ist aufgewachsen in einer unsicheren Welt, in der es aber im Inneren eine Kokon-Erfahrung hatte und gleichzeitig wieder raus geschickt wurde ihnen diese Welt mit wahnsinnig hohen Erwartungen.
00:16:21: Und das ist genau das.
00:16:22: Und dafür können die ja auch alle nichts, was dann diese Vorwürfe, die sie dann von älteren Generationen im Arbeitsleben auch bekommen, sozusagen ursächlich verorten lässt, nämlich, dass sie zu verweichlicht sind, dass sie zu hohen Anspruch haben und aber nicht bereit sind, die Konsequenzen für irgendwas zu übernehmen, dass sie zu schnell aufgeben, wenn sozusagen eine nazistische Kränkung stattfindet.
00:16:46: Also nur um mal zu erklären, wie eigentlich diese Weltsicht, diese mentale Bewältigungstrategie der Generationen entstanden ist und warum das dann eben auch so schwierig ist, sich über diese unterschiedlichen Anschauungen auszutauschen, weil die älteren Generationen ja überhaupt gar nicht den gleichen Erfahrungshorizont haben.
00:17:06: Eine Frage noch dazu.
00:17:08: Super spannend.
00:17:09: Wieso haben die eine besonders hohe Erwartung, wenn sie in solchen Krisenzeiten groß geworden sind?
00:17:13: Da hätte es ja auch so sein können.
00:17:15: Jetzt nach meinem Verständnis so, oh Gott, die Welt ist so unsicher.
00:17:18: Nimm was zu kriegen kannst.
00:17:19: Hauptsache, du hast überhaupt einen Job.
00:17:21: Also wie kommt diese ganz hohe Erwartung zustande?
00:17:24: Naja, das ist ja auch eine Generation, die schon auf Selbstentfaltung ausgerichtet war.
00:17:29: Und man muss ja auch immer gucken, wer er zieht, wen.
00:17:32: Und die Generation davor hatte vielleicht das Gefühl, manchmal in ihrer eigenen Selbstentfaltung vielleicht auch ein bisschen zu kurz gekommen zu sein.
00:17:38: Die hatten ja auch schon keinen Bock auf ewige Überstunden und auf eine totale Vermischung von Privat- und Berufsleben.
00:17:45: Und irgendwie gibt's ja in jeder Generation, dann transgenerational auch die Message, hey mein Kind soll's mal besser haben.
00:17:51: was du aber gerade sagst.
00:17:52: Also die haben ja gleichzeitig unfassbare Ängste.
00:17:57: Also die GenZ hat, und das ist ja so spannend, weil das so eine Ambivalenz in denen auslöst, wahnsinnig hohes Bedenken, wenn es darum geht, wie es um ihre finanzielle Sicherheit in der Zukunft zum Beispiel bestellt ist.
00:18:10: Die haben auch wahnsinnig Angst vor Zurückweisung, weil sie ja ständig auf irgendwelche Klicks und so angewiesen sind.
00:18:17: Ja, sorry.
00:18:17: Wenn wir da nochmal wieder mit dem Mitgefühl rangehen und uns das anschauen, dann ist eine Generation immer mehr über die Gesamtgesellschaft aus als über die einzelnen Personen im Grunde.
00:18:27: Das ist natürlich die einzelne Person als Symptom, die sich bei einem Arbeitgeber bewirbt, wenn man das mal so abpersonell betrachtet kann.
00:18:34: Und das sei ich in Anführungsstrichen super nervig sein, weil eben...
00:18:38: Was ist nervig?
00:18:39: Das nervige kann sein, weil die Anforderungen eben hoch sind, die Erwartungen sehr hoch sind.
00:18:46: ich eigentlich so genau zu wissen, was das bedeutet und eigentlich eine Art Anführungsstrichen, Erlösungs- und Allmachts-Fantasie zu haben, weil es hoffentlich endlich sich alles so auszahlt, wie man es möglicherweise eben auch im Handy erlebt.
00:19:02: Und gleichzeitig aber im Innerlich sehr unsicher zu sein und sehr verunsicher zu sein und häufig, je nach natürlich Bindungserfahrung zu Hause, aber auch noch gar nicht so richtig gelernt zu haben, wie Beziehungsgestaltung geht.
00:19:16: Das heißt, dafür darf man auch ein totales Mitgefühl haben.
00:19:18: Das darf sich überhaupt erst alles noch ausbilden.
00:19:22: Und gleichzeitig haben die aber Lust, die sehen jeden Tag neue Sachen, die sind an sich neugierig.
00:19:27: Nur die sind eben sehr schnell verunsicherbar, wenn es nicht genauso eins zu eins möglicherweise läuft.
00:19:31: Anfang und wieder.
00:19:32: Nur Vorsicht ist eine Verallgemeinerung.
00:19:34: Wir beziehen das nicht auf einzelne Personen, sondern es kann eben solche Strömung geben als Gesellschaftsgeneration, die dann dazu führt, dass eine andere Generation das Gefühl hat.
00:19:46: irgendwie sprechen wir über unterschiedliche Sachen, aber ich sehe aber hier geht es im total viel, oder wir um Kommunikation, die richtige Kommunikation Brücken zu bauen, zu verstehen, also beschreib mal dein Gefühl von Sinn, beschreib mal dein Gefühl von Beteiligung, beschreib mal, was meinst du denn damit, dass du hier mitgestalten willst auf Augenhöhe?
00:20:04: Weil das ist eben das, was wir jetzt gleich auch nochmal durchspielen, was die total brauchen, weil fairerweise muss man sagen, Einige schon, aber viele haben das noch gar nicht erlebt, dass irgendjemand überhaupt zuhört.
00:20:14: Und da kann man natürlich jetzt sagen, ja, das ging ja anderen Generationen auch schon, so mir hat jetzt auch keiner zugehört.
00:20:19: Aber das ist hier ein ganz neues Unterfangen, weil die Digitalisierung eben auch vieles beschleunigt hat und da einem natürlich auch viel versprochen wird, also dieser schnelle Fix, das schnelle Erreichen, das machen Computerspiele, das Dopamin auszuschütten, da können wir vom null auf tausendste.
00:20:35: Und dann geht es natürlich super schnell.
00:20:37: Ich will mal ein Beispiel nennen, für was richtig nervig ist.
00:20:40: Ich wollte gerade fragen, ich dachte, jetzt frage ich wieder nach einem Beispiel, aber ich glaube, das brauchen wir.
00:20:44: Also ich finde nämlich dieses Thema, wie geht man mit der Genset um, für mich selbst, ehrlich gesagt, total interessant.
00:20:52: Wir haben ja nun ein Team von ungefähr dreißig Leuten, außerdem sind viele unserer Kundinnen jetzt nicht meine, ich berate ja hauptsächlich Führungskräfte, aber unseres Teams auch Genset angehörig.
00:21:06: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass auch ich natürlich Vorurteile habe oder Dinge ultra nervig finde, einfach.
00:21:12: Du
00:21:13: darfst hier alles sagen.
00:21:14: Wir sind im geschützten Raum.
00:21:17: Also, es gibt ja auch noch einen Unterschied zwischen ich verstehe etwas und ich habe Verständnis oder ich bin einverstanden.
00:21:23: Und ich verstehe das schon, warum diese Verhaltensweisen auftauchen.
00:21:26: Und ich verstehe auch, dass das eine andere Anforderung dann einen meinen Führungsverhalten hat.
00:21:32: Und für manche von diesem Thema habe ich auch nicht so richtig Verständnis.
00:21:35: Da bin ich auch einfach nicht einverstanden.
00:21:37: Genau, ich komme jetzt erst mal vom Hölzchen aus Stöckchen sozusagen.
00:21:40: Also was ich zum Beispiel super nervig finde, ist in Bewerbungsgesprächen, wenn erst mal eine Latte an Anforderungen in den Raum gestellt wird, bevor man überhaupt einmal gefragt hat, wie der Job eigentlich abläuft und was eigentlich die Erwartungen vom Arbeitgebenden unternehmen sind und so.
00:21:55: Also das finde ich, ist auch manchmal schon schlechtes Benehmen.
00:21:58: Und da merke ich so richtig, dass ich mich da zügeln muss und einfach eine gute Kommunikation finden.
00:22:04: darf
00:22:05: und
00:22:06: natürlich mich selbst auch hinterfragen muss, weil manchmal ist es ja auch so, dass diese Generation jetzt auch im Arbeitsleben Dinge erkämpft, die wir eigentlich auch gerne gehabt hätten.
00:22:15: und dann sind wir vielleicht geträgert oder neidisch oder so und denken, ja also bei mir war es auch kein Zuckerschlecken oder so.
00:22:21: Also alleine dieses Bewusstsein für Mental Health bei gleichzeitig den größten mentalen Problemen, die es in der Häufung jemals gab bisher.
00:22:31: Das
00:22:31: ist so,
00:22:32: sorry,
00:22:32: ich muss immer ein bisschen... da reinschreiten.
00:22:34: Also ist das auch was, was diese Generation definiert?
00:22:37: Ja.
00:22:38: Wir haben das höchste Niveau an mentalen Problemen, was wir hier machen.
00:22:41: Aber
00:22:41: dann würde ich denken, ist es doch gut, dass das wahrgenommen wird und da auch
00:22:46: bewusst sein wird.
00:22:47: Genau.
00:22:47: Und gleichzeitig auch das höchste Bewusstsein.
00:22:49: Also glücklicherweise eben gibt es dafür auch immer mehr Bewusstsein.
00:22:53: Aber die Struktur generell ist natürlich nicht ganz heil.
00:22:55: Also man würde sagen, es ist eben nicht einfach nicht ganz, alles nicht ganz normal momentan.
00:23:00: Also ich glaube, dass es einen Unterschied gibt zwischen sich bewusst zu sein und wirklich einen reifen Umgang mit Dingen zu finden, weil ich glaube schon, dass das eine Generation ist, die maßgeblich mit sich selbst beschäftigt war und ist, alleine schon durch diesen nazistischen Spiegelkammern in Social Media.
00:23:19: Und die aber dadurch vielleicht manchmal auch ein bisschen das Erwachsen werden versäumt haben.
00:23:26: oder es war für sie eben auch erschwert, ja?
00:23:29: Weil wenn du dich ständig nur damit beschäftigst, worauf du jetzt Bock hast und was jetzt irgendwie dein Bedürfnis ist, dann ist es eben nicht so leicht, vielleicht auch mal ein bisschen Frustrationstoleranz zu erlernen, Ambiguitäten aushalten zu können, dass irgendwas anstrengend und gut sein kann.
00:23:44: Also das Gefühl habe ich irgendwie gar nicht mehr.
00:23:46: Es ist entweder leicht und gut oder es ist... ist irgendwie scheiße.
00:23:49: und dann muss ich den Job wechseln.
00:23:51: Also so ein Job-Hopping.
00:23:52: Und ich wollte jetzt nochmal kurz zum Bewerbungsgespräch zurückkommen, das ist mir total wichtig, weil viele der älteren Generationen inzwischen das Gefühl haben,
00:24:01: um
00:24:01: die Genset quasi so rumtipptonen zu müssen.
00:24:06: Also die haben so das Gefühl, dass sie sie in Watte packen müssen und behandeln sie dann auch wie Kinder einerseits und andererseits fühlen sie sich durch sie erpresst, weil diese Drohung, wenn es mir hier nicht passt, dann gehe ich woanders hin, die ist ja real.
00:24:18: Und was ich sagen wollte mit dem zu deiner Frage, warum die denn jetzt so einen hohen Anspruch haben, wenn sie doch eigentlich in unsicheren Zeiten aufgewachsen sind, es gab ja einen totalen Bewerbermarkt jetzt eine ganze Zeit lang.
00:24:30: Das heißt, das wurde natürlich auch noch gepusht, dieses, oh, ich darf mich hier mit mir selbst auseinandersetzen, ich bin irgendwie mit meinen eigenen Bedürfnissen beschäftigt, weil ja auch um diese Generation gebühlt wurde auf dem Arbeitsmarkt.
00:24:43: So, und das fängt eben schon in den Vorstellungsgesprächen an.
00:24:47: Die trauen sich halt Fragen zu stellen.
00:24:49: Ja, die sind eben nicht mehr so, ah ja, okay, nee, ich schaff erst mal und dann gucke ich, ob ich vielleicht irgendwann einen Anspruch stellen kann.
00:24:55: Sondern die wollen von vornherein wissen, okay, was sind hier die Karrierewege?
00:24:58: Ein Wert von denen ist definitiv Transparenz, Mitbestimmungsrecht, Weiterentwicklung und das dann im Bewerbungsgespräch gut zu navigieren.
00:25:07: und um eben zu sagen, hey, das ist hier eine gute Möglichkeit, um für uns beide festzustellen, entsprechen wir den gegenseitigen Erwartungen und dann nicht quasi dem Bewerber der Bewerberin alles Mögliche zu versprechen, nur damit sie unbedingt den Arbeitsvertrag unterschreiben, sondern da auch schon realistisch zu sein.
00:25:24: Das
00:25:24: heißt, das wäre die erste Handlungsempfehlung für eine gute Kommunikation?
00:25:28: Ja, auf jeden Fall.
00:25:29: Mir war gerade noch aufgefallen bei der schönen Beschreibung hier, dass sich auch, ehrlich gesagt, in den letzten drei, vier Jahren auch wahnsinnig viel innerhalb der Generation natürlich schon in der Wahrnehmung verändert hat, weil, wie lange ich das gerade gesagt hat, aus Corona rausgekommen.
00:25:43: war der Arbeitsmarkt im Grunde so, dass man sagt, hey, hier geht was, hier passiert was.
00:25:48: Und ihr könnt auch eben mit eurem Visionären Gedanken, mit eurer Progressivität, mit eurer Lust auf ein neues Klima, auf Diversitätslust, auf Nachhaltigkeitslust, auf Wandel, Lust auf Wandel.
00:25:59: Also wofür die ja alle stehen und immer noch stehen.
00:26:02: Gleichzeitig hat sich dann jetzt natürlich durch unsere gute AI Bewegung und alle Sachen, die jetzt noch an Digitalisierungsthemen dazukommt, der Arbeitsmarkt auch wieder verändert.
00:26:11: Das heißt, die haben vielleicht vielleicht gerade noch nicht so gelernt mit der Frustrationsdoleranz umzugehen, haben ein Gefühl, wow, die Welt wartet auf mich, kann rausgehen und schon geht die nächste Tür wieder zu, sag ich mal, übertrieben.
00:26:24: Und das haben die bisher natürlich nie gelernt, dass das vielleicht ein normaler Gang ist, aber hat sich jetzt auch wieder gezeigt, dass es natürlich zu Veränderungen führt.
00:26:31: Und
00:26:31: alleine auch in sich mal die eigenen Ambiguitäten, die definitiv da sind, festzustellen.
00:26:37: Was du gerade sagst, sie haben eine wahnsinnig hohe Technikaffinität, die bringen unfassbar viel Innovation ins Unternehmen, weil sie halt nicht so lange überlegen, ob sie was sagen dürfen.
00:26:46: Also dann ist es natürlich auch leicht, da irgendwelche Ideen oder auch Kritik zu formulieren.
00:26:51: Und gleichzeitig, und das finde ich zum Beispiel so ein lustiges Beispiel, was wir auch in unserem Unternehmen haben.
00:26:56: Also auf der einen Seite gibt es eben den Wunsch nach total flexiblen Arbeitsmodellen.
00:27:01: Das ist so dieses Thema von Selbstverwirklichung, Work-Life-Separation, klar auch zu gucken, dass man irgendwie seine Mental Health unterstützt und so.
00:27:09: Find ich auch alles fair, find ich vollkommen richtig.
00:27:12: So hätten wir uns vielleicht auch ein bisschen mehr trauen können.
00:27:15: Gleichzeitig, und das finde ich so super interessant, braucht diese Generation das Erleben im eigenen Unternehmen einen festen Ankerpunkt für ihren persönlichen Raum.
00:27:27: Das heißt, Sie wollen zwar Flexibilität im Arbeitsmodell, aber jetzt Desksharing und da irgendwie flexibel jeden Tag einen anderen Platz zu suchen, das kommt irgendwie kaum in Frage.
00:27:40: Jalie zeigt auf sich, weil sie es bei uns immer machen
00:27:42: muss.
00:27:42: Gehör auch leider nicht zur Genset, muss ich feststellen.
00:27:46: Ich bin schon zu alt.
00:27:47: Aber das finde ich zum Beispiel so ein ganz witziger, ja auch so einen inneren Konflikt quasi, ne?
00:27:52: Total häufig geht es erst mit einem kleinen Konflikt los, weil die gelernt haben, eine Abspaltung zwischen Lebenswelten durchzuführen, also Internet oder auch zu Hause und Freunde und alles wird so ein bisschen paarschel betrieben.
00:28:06: Und gleichzeitig merkt man, dass die totale Lust haben, wenn sie eben diese Purpose-Gefühl haben und die Lust haben dazu zu gehören und in Sicherheit, also auch Beziehungssicherheit zu haben.
00:28:16: die, ehrlich gesagt, meiner Meinung nach, alle viel lieber auch ins Büro oder auch in Office oder auch in ein Meeting Point oder oder oder.
00:28:24: Das ist ihn, glaube ich, vorher manchmal gar nicht selber so bewusst, zeigt sich dann aber sehr stark in der Umsetzung, dass man gar nicht nur zu Hause sein will oder nur im Café sitzen will.
00:28:34: Rangel, ich muss bei dir nochmal reingehen.
00:28:36: Work-Life separation.
00:28:38: Du hast das hier einfach mal so eingebaut.
00:28:39: Ich glaube, da brauchen wir nochmal... Ein
00:28:41: paar Sätze zu.
00:28:42: Ja, die GenZ ist nicht mehr bereit, dass das ineinander übergeht.
00:28:46: Also
00:28:47: Balance ist over.
00:28:48: Es
00:28:48: ist gar nicht ihr Thema, weil ihr Thema eher ist, gesunde Grenzen zu setzen.
00:28:52: Und wir hatten ja gerade schon davon gesprochen, dass sie ja auch eben ihre Mental Health erschützen wollen.
00:28:56: Übrigens nicht nur Mental.
00:28:57: Ich habe mit jungen Arbeit nehmenden Menschen jetzt eine ganz andere Erfahrung als vor zehn oder fünfzehn Jahren, muss man mal ganz ehrlich sagen, weil auch Gesundheitszustände ganz anders besprochen werden.
00:29:09: Also auch so, dass ich... Ja, ich musste da auch für mich irgendwie flexibler werden.
00:29:15: Zum Beispiel alles rund um den weiblichen Zyklus wird wesentlich öffentlicher besprochen, als dass jemand aus unserer Generation jemals am Arbeitsplatz gemacht hätte.
00:29:26: Und das finde ich irgendwie so spannend, weil das ist dann für mich so ein Blending von sozusagen Persönlich und Arbeit, wobei gleichzeitig eben eine krasse Grenze bestehen soll zwischen das mache ich zu Hause und das mache ich bei der Arbeit.
00:29:40: nicht nachts um zehn oder so mit einer E-Mail befeuert.
00:29:43: Das empfinden die häufig als Affront.
00:29:45: Oder auch lustige Unterhaltung mit unserer einen Auszubildenden, die wirklich also so top ist.
00:29:51: Dann hatte ich irgendwo gelesen, dass es für die Generationen Affront ist, wenn man die einfach so per Videotelefonie anruft am... Tag.
00:29:59: Und ich konnte mir das gar nicht vorstellen.
00:30:00: Ich dachte, heavys ist doch Arbeitszeit.
00:30:03: Und dann habe ich die gefragt.
00:30:04: Meint sie, nee, das würde sie gar nicht gut finden, weil das wäre ja dann unvorbereitet und sie würde schon gerne selbst den Zeitpunkt bestimmen wollen, wann sie ihr Video auch noch angerufen wird.
00:30:13: Fand ich abgefahren.
00:30:14: Okay, schon wieder so
00:30:15: viel.
00:30:15: Genau, also hier sind dann so viele Themen drin, weil nämlich das mit dem überrascht angerufen werden, hat natürlich auch mit einer, sagen wir mal, nahezu Perfektheit, die man nach außen hin auch aufgebaut hat.
00:30:27: Also zusätzlich ist es eben auch ungeschminkt und ich meine nicht nur im Sinne von Schminke, sondern wirklich sich ungeschminkt zu zeigen, macht vulnerable, macht automatisch angreifbar.
00:30:38: Wir sind immer mehr Richtung Hate Speech gegangen.
00:30:40: Das heißt, diese Generation ist auch gewohnt, dass man im Internet innerhalb von Sekunden einen sogenannten Shitstorm erhält.
00:30:48: Das gab es in vorherigen Generationen auch nie.
00:30:50: Das heißt, sich zu zeigen zu festen Zeiten und dann auch noch zu dem zu stehen, was man gerade erzählt, sind auch total neue Erfahrungen, also auch super spannend.
00:30:59: Dieses Work-Life-Separation-Thema, ich muss da nochmal reingehen, das ist so spannend hier jetzt richtig Tension im Raum, im positiven Sinne, aber ich muss nochmal kurz auf die Bremse treten.
00:31:10: Sie wollen Separation zwischen den einzelnen Lebensbestandteilen und am besten noch nach Zyklos, wenn es sich um Frauen handelt.
00:31:17: Wie passt denn das zusammen mit dieser immer Erreichbarkeit und immer online sein?
00:31:23: Also eigentlich ist ja überhaupt nichts mehr separiert.
00:31:26: Wie kann das gehen?
00:31:27: Ja eben, dass Kommunikation auch nach Lebensbereichen unterteilt wird.
00:31:31: Also Arbeitsansprüche abends um halb elf zu bekommen, ist einfach nicht mehr in Ordnung.
00:31:36: Die schützen sich, die wollen eben ihre mentale Gesundheit auch gewahrt wissen und mit Freunden können sie es ja selbst dosieren.
00:31:44: Das heißt, weil sie immer online sind, können sie auch theoretisch immer arbeiten und deshalb müssen sie sich umso mehr schützen, oder?
00:31:50: Also ich würde selbst psychologisch gesehen ist das ein Konstrukt was dann eben unbewusst gewählt wurde und ich glaube es ist auf die Arbeitswelt strömt das ein weil die sagen die Arbeit ist vielleicht nicht so schön wie das andere oder wir wissen eben noch gar nicht genau wie die ist.
00:32:04: deswegen wird die auch da eben voneinander getrennt oder abgespalten.
00:32:08: könnte man auch sagen ich bin der fest überzeuger wenn dass dann im Tun stattfindet, dass man's mag und vieles eben in Selbstwirksamkeit überführt wird und nicht nur zu Frustration führt, aber auch mal Fehler erlaubt sind und man sich danach besser fühlt, weil man sagt, oh, jetzt hab ich's gelernt oder ich hab, es ist gar nicht schlimm, es passiert.
00:32:28: Ich glaube, dass das total wichtig ist, weil nur so werden wir natürlich auch zu Brücken kommen und weil das an sich... kommen Menschen ja nicht zur Arbeit und sind total anders, als sie im Privaten sind.
00:32:38: Manchmal wird das hier zu korportiert, aber psychologisch ist man ja immer mit seiner vollen Persönlichkeit dabei.
00:32:44: Und die Frage ist nur, wie gut kenne ich mein inneres Selbst?
00:32:46: Also, wenn man wieder von innen nach außen geht, ist es natürlich gut, auch sich selber näher auf die Fläche zu kommen.
00:32:52: Und ich glaube, das ist irgendwie eine ganz gute Frage, warum wir ja auch die Folge machen, mal zu überlegen, okay, wir kennen ja die Vorwürfe, die dieser Generation gemacht werden, eben nicht belastbar zu sein, unrealistische Ansprüche zu stellen.
00:33:04: Sie werden ja auch Snowflakes genannt, wie man so schön sagt.
00:33:08: Und da haben wir uns so gedacht, okay, es gibt ja auch Teile, die uns selbst irgendwie triggern.
00:33:13: Also, wenn wir jetzt das Gefühl haben, als arbeitgebende Mann, es ist alles irgendwie darauf ausgerichtet, dass das Arbeitsleben so leicht wie möglich ist, dann stresst uns das natürlich ab, weil wir dann am Ende diejenigen sind und auch ältere Generationen, das haben wir auch im eigenen Unternehmen dann als Konflikte, die dann irgendwie übrig bleiben und den ganzen Scheiß machen müssen, oder wenn Deadlines... da sind, dass die dann eben da nachts noch sitzen.
00:33:34: und nochmal, wir haben ein unfassbar tolles Team.
00:33:38: Also bei uns ist jetzt das Problem an sich nicht so groß.
00:33:41: Aber ich höre das auch immer wieder von Freunden und vor allen Dingen von Kundinnen, dass diese Auseinandersetzungen ja auch wirklich emotional dann sind.
00:33:50: Also sowohl in der älteren Generation selbst, dass sie irgendwie das alles anstrengend und nervig finden, als dann auch eben mit der jüngeren Generation.
00:33:59: Deshalb glaube ich ist schon die Frage, okay, Worum geht es denn eigentlich?
00:34:02: Also was machen wir denn jetzt als ältere Generationen, um von diesen unfassbaren Kräften, die die jungen Menschen haben, zu profitieren, einerseits und andererseits, aber eben auch ein gutes Miteinander zu begleiten?
00:34:17: Du hast gerade von diesen Kräften gesprochen.
00:34:19: Können wir da nochmal reingehen?
00:34:21: Was kann diese Generation richtig gut und vor allem für alle Führungskräfte, die gerade zuhören, warum profitieren wir als Arbeitgeber?
00:34:30: von dieser Generation.
00:34:32: Ja, also das sind ganz viele Themen.
00:34:33: Einmal diese frische junge neue Blick, dann... dass die natürlich mit der Digitalisierung sind, die machen sich gar nicht in den Gedanken darüber, ob man irgendwas auf einem bestimmten Social Media Account schaltet oder nicht, sondern das steht für die außer Frage.
00:34:45: Also das heißt... Technikschulungen
00:34:46: gibt's nicht mehr, ne?
00:34:47: Ja, so nach dem Motto, das Internet hat gesagt, ist für die nicht das Thema.
00:34:51: Also das ist für die sind die eben wirklich fluide dabei.
00:34:53: Das heißt, das ist ein fester Bestandteil ihres Lebens und auch gar nicht wegzudenken.
00:34:57: Insofern machen sie sich darüber keine Sorgen.
00:34:59: Aber auch sonst eben wirklich, die sind viel, viel offener auch über unterschiedlichen Austausch, unterschiedliche Meinungen, Diversität.
00:35:06: Das ist ein Riesenthema.
00:35:07: Also die sind wirklich einfach viel im Geiste, auch viel diverser aufgestellt.
00:35:11: Die machen Leute weniger Vorwürfe, es sei denn man poke sie, dann sind sie schneller eingeschnappt.
00:35:16: Aber an sich sind sie total offen und haben Lust und sind eben von dem Zukunftsbild, dass es nicht so richtig gibt in unserer Gesellschaft, eingeschüchtert.
00:35:25: Aber wenn sie auf den Markt Lust haben und strömen, ist es, glaube ich, geht es eben in die Verbindung treten und für die Führungskräfte oder überhaupt für die Kolleginnen und Kollegen.
00:35:33: Ich glaube, was es so anstrengend macht, ist, dass man überhaupt zum Start erst mal ein Beziehungsaufbau gestalten darf und kann.
00:35:40: Das heißt, es gibt mehr Austausch, mehr Austauschen geschützten Rahmen, auch vielleicht regelmäßige Sit-ins.
00:35:46: Und gleichzeitig wird dann eben aber auch geguckt werden müssen, dass eben natürlich gewisse Aufgaben so nachgehalten werden, dass es auch dann mal kritisiert werden darf.
00:35:55: worüber die sich auch im Klaren sein müssen, ist das natürlich da auch mal, dass ungeschminkt gesagt wird, dass vielleicht etwas noch nicht so gut ist.
00:36:03: Das ist aber ja auch total normal, wenn man anfängt, mit was zu arbeiten.
00:36:07: Also ich habe mich so gefragt, okay, was stresst mich denn euch am meisten?
00:36:11: Und das sind nicht die Vorteile.
00:36:12: Ich finde es total toll, neu über Inklusivität nachzudenken, innovativer zu sein, schneller zu agieren, mehr Ideen an einen Tisch zu bringen, auch wenn man vielleicht erst seit fünf Minuten am Arbeitsplatz ist und so.
00:36:24: Das finde ich alles erfrischend und gut.
00:36:26: Was mich persönlich nervt, ist, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass nicht genug Verantwortung übernommen wird.
00:36:33: Also dieses Thema auch auf Augenhöhe oder das Anspruchsdenken, Da fällt mir manchmal auf, dass ich das Verhalten in Teilen tatsächlich ein bisschen infantil finde.
00:36:43: Also sozusagen ganz viel zu wollen und dann quasi beleidigt zu sein, wenn es auch mit Ansprüchen an die Person selbst verbunden ist.
00:36:49: Und da, glaube ich, wird es ganz wichtig sein, mal zu gucken, wie können wir der jungen Generation helfen, auch so ein gewisses Maß an Reife noch zu erreichen.
00:36:59: Reife bedeutet, dass ich auch gelebte Konflikte aushalten kann.
00:37:06: den ich vielleicht motivational spüre, innerlich anarbeiten kann.
00:37:10: Reife bedeutet, dass ich entscheidungsfähig bin, dass ich auch eine Sprachfähigkeit für Ambivalenzen habe, also dass ich sage, ey, es ist heute einfach ein Kack-Arbeitstag.
00:37:20: Und morgen wird es besser und ich habe mich dafür entschieden und deshalb mache ich da jetzt weiter dran.
00:37:24: Ich glaube, dass es darum geht, auch beizubringen, auch das Konsequenzen zu tragen, auch dazu beiträgt, das eigene Selbstwirksamkeitsempfinden zu steigern.
00:37:34: Jetzt sind
00:37:34: wir bei dem Authentizitätssternchen.
00:37:37: Genau.
00:37:37: Ja, vielen Dank.
00:37:38: Das fehlte mir noch.
00:37:39: Das Authentizitätssternchen heißt, was bedeutet denn eigentlich Authentizität?
00:37:43: Authentizität bedeutet in vielen Teilen auch erst mal, ich weiß überhaupt wirklich, wer ich bin.
00:37:49: Ich habe eine Möglichkeit, dadurch, dass ich eine innere Festigkeit entwickel, auch meinen Perspektivwechsel einzunehmen und nicht die ganze Zeit zu sagen, mi, mi, mi, mi, mi, mi und ich will aber und ich brauche aber und das ist aber ungerecht und das ist nicht fair und hier ist aber noch was nötig, sondern auch mal zu sagen, okay, wie findet das in der Internet?
00:38:06: Dependenz statt.
00:38:07: Also Anspruch und Realität auch in ein gesundes Verhältnis zueinander zu bringen, Resilienzfähigkeit zu erlernen, also sich von gefühlten Rückschlägen auch erholen zu können, auch überhaupt zu merken, einen Konflikt zu haben, ist normal.
00:38:23: Mit einer guten Beziehungsgestaltung erholt man sich auch wieder davon, ist die Welt nicht zu Ende.
00:38:27: Du hast ja gesagt, die geben sehr schnell auf.
00:38:29: Das heißt, jetzt gerade können die das ja nicht lernen, weil wenn sie dann aufgeben und lieber woanders hingehen, dann entsteht ja wenig Lerneffekt.
00:38:36: Wird sich das Thema von alleine erledigen, wenn sich die Welt jetzt so weiterentwickelt, wie sie es gerade tut?
00:38:41: Ich glaube, wir sind echt gesagt alle gefordert, da bei uns immer selber anzufangen.
00:38:45: Also im Innenaus, sonst würde uns das hier auch nicht alles so ein Spaß machen.
00:38:49: Das ist ja auch Arbeit und gleichzeitig macht es uns große Freude, weil nur auch Übergänge, Krisen schaffen, Entwicklungsspielräume schaffen.
00:38:56: Erlebnisse, an denen man wächst und an denen man vielleicht auch herausgefordert wird und die lassen eigentlich erst diesen Reife grad dann zu.
00:39:03: Also wenn man quasi immer eher darauf reagiert, mir ist etwas widerfahren oder ich bin das Opfer in Anfangstrichen und das bezieht sich überhaupt nicht nur auf die Generation, sondern das würde ich sagen ist gerade gesellschaftlicher Tonus.
00:39:15: Das heißt, alles was mir einfach nur widerfährt, dann bin ich machtlos.
00:39:19: So, und das heißt aus diesem Ohnmachtsgefühl kommen wir logischerweise alle nur gemeinsam raus, weil da kann aber dann jeder einzeln anfangen.
00:39:27: Also sorry, da wäre
00:39:28: ich ein bisschen doller.
00:39:29: Ja, da wäre ich ein bisschen sauer, weil das natürlich was das macht, dieses Generationenbashing und was es auch macht, überhaupt auf andere zu zeigen, ist immer Trennung.
00:39:38: Es ist immer Trennung.
00:39:39: Das bringt
00:39:40: niemandem was.
00:39:41: Darum
00:39:41: geht es ja jetzt.
00:39:42: aber, dass wir gucken, wie können wir... Genau,
00:39:43: dass wir Beziehungen herstellen und dass wir auch ein Verständnis dafür entwickeln.
00:39:47: Und das, glaube ich, ist auch das, was rangeht und ich so häufig besprechen, und wie hier ist, dass es auch dann manchmal nett ist, wenn man sich auch in die andere Perspektive reinversetzt.
00:39:55: Und das finde ich manchmal ein bisschen tragisch, wenn man sich so wahnsinnig lang den Hum-Hum-Hum aufreißt.
00:40:01: Und dann am Ende ist es trotzdem immer so ein bisschen wie der Fahne ist.
00:40:04: Also von der, also ich sage jetzt mal, als Führungskraft hat man dann schon alles in die Wege.
00:40:09: und manchmal denke ich dann dann wäre es auch nett mal zu das ja auch zu sehen was sich andere Menschen für Gedanken dann um den Snowflake machen.
00:40:17: Ich glaube, dass es wichtig ist, im Gespräch auf der einen Seite zu gucken, was sind meine Anteile, was sind meine Trigger, weil ich kann es für mich ganz klar sagen, ich muss da noch lernen.
00:40:26: Ich war gestern, wir sind ja hier in zwei Stockwerken in Hamburg und ich war gestern unten im zweiten Stock und habe gesagt, ja, morgen nehmen wir Podcastfolge auf und ein Thema ist Genset.
00:40:37: Und dann haben mich zwei Mitarbeitende, zwei Frauen in genau dem Alter Mitte Ende zwanzig angeguckt, haben gelacht und haben gesagt, undrangelt.
00:40:45: Was
00:40:45: sagst du dazu?
00:40:46: Und das war irgendwie lieflich, weil letztendlich ja, auch ich habe damit meine Probleme.
00:40:52: Auch bei mir sind es manchmal Träger, weil die sich eben manchmal sehr gut abgrenzen können.
00:40:57: Und es triggert mich auch manchmal, weil ich das Gefühl habe, wenn Anspruch und Realität nicht ganz zusammenpassen, wenn die Frustrationstoleranz und diese Resilienz nicht so stark ausgeprägt ist, dann bringen die sich auch sehr häufig in eine Lage, in der sie immer wieder Enttäuschung erfahren.
00:41:13: Das tut mir dann auch leid.
00:41:14: Also ganz häufig haben wir das bei Gehaltsvorstellungen, wenn die sich dann vorstellen, innerhalb von zwei Jahren irgendwie eine Gehaltssteigerung von fünfzig bis sechszig Prozent zu bekommen.
00:41:24: Das ist einfach nicht realistisch in so einem Unternehmen wie unserem.
00:41:28: Ja, ich weiß nicht, ob es in einem anderen realistisch.
00:41:30: Ja, aber also das tut mir dann irgendwie immer so leid, weil ich glaube, da ist dann wichtig auch als Führungskraft.
00:41:36: Und da möchte ich auch lernen, wirklich so eine gute Balance auch zwischen Idealen und Pragmatik.
00:41:44: Und ich glaube, und das ist mein ganz wichtiger Punkt dazu, dass, was ich mir vornehme, es eben noch besser zu werden im Thoughtful Leadership.
00:41:52: Also wirklich zu sagen, hey, pass auf.
00:41:54: Die Generation, die will ja immer Feedback, vor allen Dingen Lob, die möchten sehr gerne sozusagen positiv bestätigt werden für das, was sie tun.
00:42:01: Ich finde zum Beispiel im Thoughtful Leadership wichtig, mal konstruktive Kritik zu... nehmen und das zu lernen, sprich auch wirklich eine deutliche Trennung vorzunehmen zwischen Sache und Person, zwischen Verhalten und Identität.
00:42:17: Und das schreibe ich mir auf die Fahnen, wirklich da mehr Dialogfähigkeit zu entwickeln, aber auch klarer zu sein, weil was ich auch merke ist, dass auch ich mich manchmal in die Ecke drängen lasse, weil ich denke, man, ich will es den Leuten ja recht machen, ich möchte ja, dass es denen gut geht und dann gehe ich vielleicht manchmal auch immer meine eigenen Grenzen hinaus, weil ich denke, dann ist vielleicht auch mal Ruhe für eine Zeit, aber nee, tritt nicht ein, drei Wochen später wieder das selbe Thema.
00:42:41: und dann denke ich für mich, hey, es wäre auch für mich gut mal wieder ein bisschen klarer zu sagen, was sind die Erwartungen, was sind die Konsequenzen?
00:42:49: auch wirklich Verantwortung zu übertragen, deutlicher zu werden mit Delegationslevels, deutlicher zu sagen, was wird jetzt hier von dir erwartet?
00:42:57: Welche Konsequenz musst du übernehmen?
00:42:59: Welche Entscheidung darfst du treffen und wie kannst du es auch eigenverantwortlich tun?
00:43:03: Und wäre das nicht gut, wenn man das schon im Einstellungsgespräch und auch im Onboarding kommuniziert?
00:43:08: Also es klingt ja so ein bisschen so, dass Menschen anfangen und dann enttäuscht werden, weil es nicht so ist, wie sie es gedacht haben.
00:43:15: Das heißt, man muss wahrscheinlich schon früh ansetzen als Ratschlag jetzt an die.
00:43:20: Deswegen ist dieses unterschiedliche Räume zu schaffen ja richtig.
00:43:23: Nur man muss sie dann bewusst gestalten.
00:43:25: Das heißt wichtig ist, dass man eben nicht übereinander redet, sondern dann miteinander.
00:43:29: Und manchmal aber auch Räume hat in dem einfach dann wirklich auch etwas sachlich geschaffen wird, ohne dass vielleicht darüber dann irgendwas... Schlimmes passiert, sondern dass man dann auch anfängt zu arbeiten und in den Prozess zu gehen.
00:43:42: Und dann brauchst du eben auch beidseitig irgendwie ein Verständnis, dass auch mal Dinge schiefgehen können oder auch mal etwas noch nicht klar ist, was man vorher eben noch nicht weiß, was vielleicht ein Problem auftaucht, aber eben gerne miteinander reden und nicht übereinander, weil das fällt schon auch häufig überall in den Diskord hinauf.
00:43:56: Generell im Leben gut, ne?
00:43:57: Generell im Leben gut, aber das schon mit dem Generationsthemen finde ich das immer spannend, weil die ja häufig auch die sitzen nie irgendwo in den Talkshow-Runden, die werden im Grunde nicht... im Interview.
00:44:09: Ich glaube, dass so diesen Sweetspot zwischen Klarheit und Wärme zu finden, um vielleicht auch im Arbeitskontext als Führungskraft sich selbst noch mehr als Coach, als Mentorin zu verstehen, um auch zu helfen, eben diesen Reifegrad, diese Verantwortung, dieses Erwachsenwerden zu erlernen.
00:44:29: Das, glaube ich, ist unsere ganz große neue Aufgabe und dazu gehört aber auch, sich selbst auch zu öffnen für die ganz tollen Kämpfe, die diese Generation auch für uns ja mitkämpft.
00:44:42: Also auch für uns dafür sorgt, dass es vielleicht ein anderes Verständnis für Arbeit gibt, dass wir Innovation mit mehr Freude und Leichtigkeit betrachten, dass wir Ja, auch eine andere Medienhygiene zum Beispiel erlernen oder so.
00:44:54: Also ich habe auf jeden Fall das Gefühl, durch diese Folge für mich persönlich nochmal ganz schön angeregt zu sein, auch mich auf der einen Seite zu trauen, klarer zu werden, auch in mitarbeitenden Gesprächen und Verantwortung, Entscheidungen, Konsequenzen, transparenter auch nochmal darzulegen, weil das ja auch ein ganz großes Bedürfnis von der Generation ist.
00:45:16: Und auf der anderen Seite aber mich auch nicht einschüchtern zu lassen davon, dass quasi die schlechte Laune als Erpressungsmittel eingesetzt wird oder der mögliche Jobwechsel oder die Kündigung.
00:45:31: Worte von dir zum Abschluss.
00:45:33: Wer mich kennt, weiß, das ist mir besonders wichtig.
00:45:36: Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir das eigentlich als ein gesellschaftliches Projekt sehen, auch hier nach mitzuhelfen, nachzureifen und zu entwickeln und dann aber auch auf Verständnis
00:45:47: beidseitig
00:45:47: zu kommen, dass man dann merkt, ah, okay, guck mal, da ist was noch nicht perfekt, da ist auch nicht was, wie ich es mir gerade bei Instagram gemacht habe, sondern es ist einfach ein Entwicklungsprozess.
00:45:56: und da würde ich schon sagen, da glaube ich, kann man mitgefühl haben oder muss man mitgefühl haben, was in den letzten Jahren alles passiert ist und den widerfahren ist.
00:46:05: Und dadurch würde ich sagen, gibt es auch manchmal Entwicklungsspielräume, die überhaupt erst noch geöffnet werden.
00:46:11: Und
00:46:11: ich glaube wirklich für beide sein.
00:46:12: Also, ich glaube, dass auch wir als ältere Generationen und dann eben mit vortreitendem Alter noch ältere Generationen auch ein bisschen nachreifen dürfen, was Diversität, Inklusion, Kooperation, Verbindung, Innovation betrifft.
00:46:28: Und da, glaube ich, kann uns die GENZ ein sehr guter Lehrer sein.
00:46:33: Vielen Dank, Rang Heldt.
00:46:33: Ich wollte eigentlich Johann mal das Schlusswort geben, aber das macht nichts.
00:46:37: Wir versuchen das bei der nächsten Folge.
00:46:39: Wir sind, wie immer, total interessiert an eurem Feedback.
00:46:43: Bitte schreibt uns an von innen nach außen, etchthrus-und-klausen.de oder über alle anderen Kanäle.
00:46:48: Wenn die JNZ zuhört, ihr werdet uns finden ohne genaue Anweisung.
00:46:51: Da bin ich sicher, wir sind überall vertreten.
00:46:54: Ich hoffe, ich sage das gerade richtig.
00:46:56: Sind wir auf TikTok?
00:46:57: Nee, ne?
00:46:57: Bisschen provokant.
00:46:59: Bisschen provokant.
00:46:59: Sorry.
00:47:00: Also ihr werdet uns finden, bitte Lob und auch Kritik.
00:47:03: Wir wollen das jetzt schon üben.
00:47:05: Klare Worte und dabei gerne warm übertragen an uns.
00:47:09: Und wenn ihr Themenvorschläge habt, eigene Fragen, wenn wir irgendwas noch mal vertiefen sollen, machen wir super gerne und wir freuen uns auf die nächste Folge.