Von innen nach außen - Struss & Claussen

Von innen nach außen - Struss & Claussen

Transkript

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00:00:00: Motivation, eine Eurer Lieblingsfolgen aus twenty-fünfundzwanzig.

00:00:04: Und was könnte ein besserer Zeitpunkt sein, sie noch einmal abzuspielen, als jetzt zu Beginn des neun Jahres?

00:00:10: In diesem Special lassen wir die Folge noch einmal aufleben und nehmen euch mit frischer Inspiration mit ins Jahr twenty-sechsundzwanzig.

00:00:18: Viel Spaß beim hören!

00:00:22: Ich hatte meinen Professor, der sagte erst mal, dass Kinder zum Beispiel kommen immer motiviert auf die Welt.

00:00:27: Man weiß nur nicht worauf.

00:00:29: Aber auch Motivation.

00:00:30: Also man sagt, okay, das ist die Initialzündung.

00:00:33: Dann brauche ich vielleicht noch ein bisschen Willenskraft, um irgendwie auf Spur zu bleiben und mich auf das langfristige Ziel zu konzentrieren.

00:00:40: Und ich weiß, diese drei Komponenten kann ich positiv beeinflussen.

00:00:45: Hallo und herzlich willkommen bei von innen nach außen Struss und Klausen, unserem Podcast für Persönlichkeitsentwicklung, Job und Lebensplanung.

00:00:53: Mein Name ist Jalee Grau und ich sitze hier regelmäßig zusammen mit dem Experten-Team aus Rangelstruss und Johann Klausen.

00:00:59: Die beiden sind nicht nur die Inhaber von Struss und Klausen Personal Development, sondern beraten auch seit vielen Jahren Menschen dabei, beruflich und privat ihr Potenzial zu entfalten.

00:01:08: Wir tauchen in unseren Folgen tief in die Theorie ein und verbinden sie mit Beispielen aus der Berufspraxis, die du auf deine persönliche Situation anpassen kannst.

00:01:17: Schön, dass du da bist.

00:01:18: Danke, dass du eingeschaltet hast.

00:01:20: Alle drei Wochen erwartet dich ein neues Schwerpunktthema, das die Orientierung gibt und neue Denk- und Handlungsräume eröffnet.

00:01:27: Hier im Podcast und auf Social Media.

00:01:30: Werdeteil unserer Community, abonniert den Podcast und folgt uns auf LinkedIn und Instagram.

00:01:35: So verpasst du nichts mehr.

00:01:37: Wir freuen uns, dich an Bord zu haben.

00:01:39: Legen wir los.

00:01:50: Nur bedingt, würde ich sagen.

00:01:51: Also wer seinen Willen nicht trainiert, das kann man aber, das ist die gute Nachricht, der wird seine Ziele auch nicht nachhaltig erreichen.

00:02:00: Also einen Willen alleine zu haben reicht eigentlich nicht.

00:02:03: Okay, das ist ja sowohl beruhigend als auch irgendwie das Gegenteil.

00:02:07: für die Leute, die sich mit diesem Spruch so durchs Leben... vielleicht können wir immer wieder wie immer mit der Definition anfangen.

00:02:14: Heute geht es um Motivation, nicht um Wille, aber wir differenzieren gleich diese ganzen bisschen ähnlichen Begriffe einmal ganz genau voneinander.

00:02:24: Johann, was ist denn Motivation ganz genau?

00:02:27: Ja, Motivation, genau, kann man ja erstmal wieder heißt im lateinischen Mowere oder eben auch Move auf Englisch und das heißt erstmal bewegen und das finde ich hier schon ganz anschaulich, weil das heißt im Grunde ja, wenn wir in eine Handlung kommen oder wenn wir irgendwie einen Verhalten an den Tag legen, wo man eine Bewegung an ablesen kann, dann wäre das wichtig, um eben erstmal das zu sehen und dann wäre wichtig, hinter der Motivation gibt es irgendwie unterschiedliche Motive.

00:02:50: oder warum bin ich eigentlich motiviert und worauf.

00:02:54: Fokussiert sich meine Motivation, das werden irgendwie spannende Fragen vor heute sich das ein bisschen genauer anzuschauen.

00:02:59: Ich finde es ja so spannend, weil Leute so häufig bei uns in der Beratung sagen, ob das nun Schülerinnen sind oder Führungskräfte ist eigentlich total egal.

00:03:07: Auf die Frage ja, wofür sind sie denn bereit irgendwie ihre Leistung zu erbringen oder wann sind sie denn besonders motiviert.

00:03:15: Wie können Sie auch ehrgeizig mal Dinge wirklich umsetzen?

00:03:18: Dann kommt total häufig dieser Satz.

00:03:20: Naja, wenn ich das finde, was das Richtige für mich ist, dann bin ich schon motiviert und dann wird das schon klappen.

00:03:25: Ich habe einfach nur noch nicht das Richtige gefunden.

00:03:27: Und das finde ich so eine schwierige Aussage, weil ich nämlich glaube, dass Motivation im Grunde genommen gar nicht bedeutet, dass man in Bewegung bleibt, sondern Motivation ist eigentlich eher so eine Handlungsbereitschaft, die man hat.

00:03:39: Also ich stelle mir das immer so vor, wenn du auf dem Sofa liegst und dir überlegst, ich hätte so derbe Bock, mein Marathon zu laufen, dann bist du super motiviert, das zu machen, weil die Vorstellung davon einfach mega ist.

00:03:49: Du kannst dich vielleicht mit dem Ziel identifizieren.

00:03:52: Du hast irgendwie eine emotionale Verbindung dazu.

00:03:54: Das heißt, du hast schon so ein inneres Aktivier- Ehrungsgefühl und du weißt, dass dieses Gefühl von Motivation deine Handlung auch ein bisschen steuern würde.

00:04:03: Aber ob du nun tatsächlich aufstehst vom Sofa, ob du dir deine Laufschuhe anziehst, ob du das regelmäßig machst, dafür sind eben andere Kräfte meines Erachtens verantwortlich und das ist eben als erstes dann die Volition, also die Willenskraft.

00:04:16: Vielleicht können wir noch mal immer bei dem Begriff Motivation bleiben.

00:04:19: Man spricht ja immer so schön von intrinsischer und extrinsischer Motivation.

00:04:23: Könnt ihr das nochmal mit reinbringen?

00:04:24: Weil ich würde sagen, ich bin... Ich habe beides total.

00:04:28: Ich brauche auf jeden Fall auch die Extrinsische, um dann wirklich diesen Move vom Sofa hoch zu machen.

00:04:34: Johann, du nix zu schämen.

00:04:36: Genau, das wird ja mal so klassisch unterscheiden, dass eben die Intrinsische, die eben Motivation von innen heraus ist, die eben sich auf etwas bezieht, was man eben irgendwie in irgendeiner Weise.

00:04:45: selber als sinnvoll betrachtet oder erreichen möchte etc.

00:04:48: und was dann eben aus dem Kern des Wesens kommt.

00:04:50: und für die extrinsische, wer dann zum Beispiel, ich habe Lust, dass so eine Podcastfolge richtig gut läuft oder viele Follower oder Applaus oder einfach nur einen richtig guten Inhalt, also nicht nur das richtig guter Inhalt geliefert wird, das wäre wichtig und das wären dann eben zwei unterschiedliche Perspektiven darauf.

00:05:09: Ich fand gerade nochmal durch die Nau ein, weil ich das auch so ganz schön fand.

00:05:13: Ich hatte mein Professor, der sagte erst mal, dass Kinder zum Beispiel kommen immer motiviert auf die Welt.

00:05:18: Man weiß nur noch nicht, worauf.

00:05:20: Also, worauf das sich bezieht.

00:05:21: Und das finde ich irgendwie ganz schön, weil das ist ja das, was Rangelt auch gerade gesagt hat, dass wir eigentlich in den Berater euch mal rausfinden, genau worauf.

00:05:27: Also, wo entfaltet man eigentlich eine Energie, die dann entweder zur Bewegung führt oder sich ja auch explizit gegen die Bewegung entscheiden kann?

00:05:35: Und das finde ich bei intrinsischer Motivation so spannend, weil ich nämlich glaube, dass das über so ein persönliches Interesse hinausgeht.

00:05:40: Also intrinsische Motivationen empfindet man ja auch dann, wenn man einfach Freude am Tun hat.

00:05:44: Das kennt ja jeder von uns.

00:05:45: Du bist irgendwie assoziiert mit deiner Tätigkeit, mit deinem Hobby, mit vielleicht irgendwie einem Beziehungsaustausch, den du hast und bist total bereit, mehr Energie dafür aufzubringen.

00:05:55: Und das ist aber, glaube ich, auch davon abhängig, ob die Werte, die du so hast, dann erfüllt werden, während du dich diesem Thema widmest.

00:06:04: was auch ganz doll auf Motivation einwirkt.

00:06:07: Das ist dann wichtig, wenn man seine eigene Motivation auch mal bewusst steigern möchte, ist, dass es auch eine realistische Erfolgserwartung gibt bei dem, was man da so tun kann.

00:06:15: Und das ist bei extrinsischer und intrinsischer Motivation total gleich.

00:06:19: Bei intrinsischer Motivation ist die emotionale Bindung einfach größer und du musst natürlich nicht von außen immer wieder incentiviert werden, weil die extrinsische Motivation und das ist dann so ein bisschen schwierig in der Abhängigkeit, die man dann in der eigenen Leistungserbringung hat, die nutze ich.

00:06:33: natürlich ab.

00:06:34: Wenn du jetzt mit dem Bonus motiviert wirst und das nächste Mal dann irgendwie kein Bonus in Aussicht steht, dann ist sehr viel wahrscheinlicher, dass du dann weniger motiviert, also weniger aus dir selbst heraus handlungsaktiv

00:06:46: wirst.

00:06:46: Also kann man sagen jetzt allein extrinsische reicht nicht aus, aber nur intrinsische würde auch nicht reichen.

00:06:51: Also ist es am besten beides zusammen.

00:06:53: Genau.

00:06:54: Und es ist ja in beiden Fällen auch nur der erste Impuls, also die Initialzündung.

00:06:59: Und das finde ich so wichtig zu verstehen, weil Motivation an sich schwankend ist.

00:07:04: Keiner hat immer dieselbe Motivation.

00:07:05: Es geht auch nicht, dann wärst du total übererregt im Leben.

00:07:08: Also dann würde sich das innerlich abnutzen.

00:07:11: Und deshalb ist es, glaube ich, wichtig, einmal zu gucken, okay, was unterscheidet meine kurzfristige Begeisterung von langfristiger Begeisterung?

00:07:20: und wie kann ich vielleicht auch darauf einwirken, dass ich dann so genannte motivationale Täler auch besser durchlaufen und schreiten kann, weil es natürlich total kontextabhängig auch ist, wie motiviert ich bin.

00:07:31: Es ist abhängig von meinem psychischen und physischen Wohlbefinden.

00:07:34: Also auch das Umfeld wirkt total motivational oder eben nicht.

00:07:39: Also ich persönlich, wenn ich an mich selber denke, ich würde sagen, ich bin ziemlich motiviert, also sehr motiviert, aber das heißt nicht immer was.

00:07:48: Also ich bin nicht unbedingt dann immer diszipliniert genug und ziehe wirklich bis zum Ende durch oder meine Behaarlichkeit ist vielleicht manchmal nicht ganz so groß wie.

00:07:58: Vielleicht können wir diese Begriffe, die da auch noch so in diesem Dunstkreis der Motivation umherschwirren, vielleicht können wir die mal mit reinbringen.

00:08:06: Wie geht es dann weiter?

00:08:08: Genau, ich glaube, um noch zu ergänzen, du bist vor allem immer begeistert, leidenschaftlich, aber das werden wir dann nachher noch dazu sprechen.

00:08:14: Also es gibt wahrscheinlich einmal Fleiß, das ist eher wie so Gewissenhaftigkeit, könnte man das sagen.

00:08:19: Also es gibt ja die Big Five, wo es auch die Tendenzen zu einer gewissen, großen Gewissenhaftigkeit gibt und da wäre wahrscheinlich Fleiß, dass man eben einfach... wirklich die Dinge erledigt und Schritt für Schritt abhakt könnte man sagen und auch dran bleibt und leistungsorientiert ist.

00:08:34: Und das ist das gemeine, vielleicht ist ja eine Persönlichkeits-Eigenschaft.

00:08:37: Also das ist schon so, dass diese Veranlagung, ob du nun dauerhaft bei einer Sache dabei bleibst, ob du so eine Arbeitsbereitschaft auch wirklich kontinuierlich aufrecht erhalten kannst, das ist für manche Menschen leichter als für andere.

00:08:51: Aber die gute Nachricht.

00:08:53: Nee, also Diszipli, äh, Fleiß kann man jetzt nicht unbedingt so gut lernen, weil das halt ein Persönlichkeitsmerkmal ist, aber Disziplin kann man ja lernen.

00:09:01: Ja, also das könnte man Disziplin würde dann eher, ich bleib langfristig an einer Sache.

00:09:06: Merkt man aber auch große Unterschiede.

00:09:08: Wer eben inwieweit diszipliniert ist, aber natürlich kann man das trainieren.

00:09:12: Aber es ist nicht, es ist etwas, was natürlich auch müde machen kann.

00:09:15: Also alles, was ja im Stretch ist und eigentlich nicht das Innere, die Motivation im Inneren widerspiegelt würde, dann irgendwann sicher auch zum Energieverlust führen.

00:09:23: Aber jetzt, wir sind ja erst mal in der reinen Theorie, oder?

00:09:26: Ja, ich glaube, dass bei Disziplin ja das Schöne ist, dass du deinen Verhalten bewusst steuern kannst.

00:09:31: Also Disziplin ist eigentlich dafür da, dass wenn, ja, das ist tatsächlich so.

00:09:36: Also Disziplin ist ... Todenkenntnis und die kannst du auch trainieren.

00:09:40: Disziplin finde ich ja so schön auch mit Selbstliebe nochmal in Verbindung zu bringen, weil Disziplin dafür sorgt, dass du deinen Potenzial entfalten kannst, auch wenn die Motivation vielleicht gerade mal nicht so hoch ist.

00:09:52: Und Motivation ist nicht immer quasi nur dann gut und richtig und aufs richtige Ziel ausgerichtet, wenn sie hoch ist, sondern es gibt in der Erwartungshaltung, glaube ich, eine ganz große Erlösung, wenn du weißt, hey, es ist normal, dass meine Motivation schwankt.

00:10:08: Ich habe aber andere Mechanismen, die dann greifen können.

00:10:11: Und zum einen ist das eben die Disziplin, die ich trainieren kann durch klare Regeln, dadurch, dass ich Absichten für Zeiten erkläre, dass ich Ablenkung eingrenze und so.

00:10:19: Also da gibt es schon sehr einfach.

00:10:22: und das andere ist halt die Willenskraft, also wirklich auch meine Konzentration auf langfristige Ziele.

00:10:29: Liebe Zuhörenden, am Elften, Zweiten, Zwei-Tausend-Sächsen-Zwanzig, pünktlich zum Jahresstart, startet auch wieder unser Online-Coaching-Format Inner Voice, Inner Choice, Kurz-Eilweg.

00:10:43: In diesem Kurs könnt ihr in sieben Wochen richtig intensiv eure Persönlichkeit erkunden und euch auf eine Reise begeben, die euch dazu führt, euch selbst ein bisschen näher zu kommen.

00:10:54: Ihr könnt euch jetzt schon anmelden und euch einen Platz sichern.

00:10:57: Es ist eine richtig coole Community.

00:10:59: Ich bin eine eurer Coaches.

00:11:01: Ihr werdet mich dann hören und sehen in unserem komplett digitalen Format.

00:11:06: Und ich freue mich schon darauf, euch damit begleiten zu können.

00:11:15: Aber ich würde, wenn wir jetzt mal meinen Beispiel noch mal ein bisschen dazuholen, ich würde sagen, meine Motivation schwankt gar nicht so sehr.

00:11:23: Es ist eher dann die Disziplin, die mir schwer fällt.

00:11:26: Und dafür brauche ich, aber also Motivation finde ich sehr viel wichtiger.

00:11:30: jetzt für mich gesprochen.

00:11:31: Oder ist das, habe ich dann, Denkfehler?

00:11:33: Das kommt ja darauf an, was du willst.

00:11:34: Also ich würde das generell nicht bewerten, wenn du jetzt sagst, hey, für mich ist Motivation wichtig, weil ich eine inspirierende Funktion habe in meinem Arbeitsumfeld und eigentlich gerne andere Leute anstecke mit meiner Begeisterungsfähigkeit, meiner Leidenschaft.

00:11:46: Also Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaft sind dann so die höchsten Formen der intrinsischen Motivation.

00:11:52: Dann würdest du damit ja dein Ziel erreichen.

00:11:54: Aber wenn du jetzt ein Umsetzungsziel hast, falls was ich zu erstellen, dann würde ich sagen, braucht es dann auch irgendwann ein bisschen Willenskraft, ein bisschen Durchhaltevermögen.

00:12:04: Also da gibt es ja auch Forschung darüber, dass dieses Grid, also wirklich die Fähigkeit langfristig an Sachen dran zu bleiben, dann sehr viel Erfolgsversprechender ist, als sich nur auf die eigene Antriebskraft im Sinne der Ursprungsmotivation zu verlassen.

00:12:19: Genau.

00:12:19: Disziplin klingt ja immer so hochdrahm.

00:12:21: Man kann ja mit kleinen Dingen auch starten.

00:12:23: Also beispielsweise, alleine morgens aufzuwachen, nicht zu snoosen, sondern direkt, was weiß ich, in ein, zwei Übungen zu machen oder sich in den Polt zu machen oder in die Dusche zu steigen.

00:12:32: Wäre ja auch ein Akt, dass man eben der selbst liebe.

00:12:35: Das

00:12:35: reicht schon, um Diszipline zu sein, dann

00:12:37: bin ich es doch.

00:12:38: Es gibt Menschen, die haben ja eher Herausforderungen, überhaupt den Tag zu starten.

00:12:43: Und ich würde sagen, Disziplin ist ja, also wir denken immer an Menschen, die natürlich alles über Jahre hinweg.

00:12:48: machen, so ist es natürlich auch gedacht, aber ich wollte nochmal dafür sensibilisieren, dass logischerweise Disziplin auch ein kleineren anfangen kann und häufig erst danach auch richtig motiviert.

00:12:57: Also nachdem ich es erledigt habe, Sport macht nicht unbedingt immer währenddessen allen Leuten Spaß, sondern häufig danach, weil sie sich einfach Forschungstechnisch besser fühlen.

00:13:05: Also ich glaube, wenn man das mal unterscheidet und sagt, okay, in meiner Zielerreichung lege ich eine Wegstrecke zurück, dann brauche ich ja einen Initialimpuls, damit ich überhaupt loslaufe.

00:13:15: Und dann kommen vielleicht auch Widerigkeiten auf mich zu.

00:13:18: Meine Willenskraft übrigens ermüdet auch, also das ist jetzt keine unendliche Ressource.

00:13:24: Und die Umstände verändern sich, mein psychischer oder emotionaler, mein physischer Zustand ändert sich, also alles, was sozusagen auf diese Schwankung einwirkt.

00:13:32: Dann muss ich, damit ich auf dieser Strecke bleibe.

00:13:35: zu meinem Ziel komme, andere Kräfte aktivieren.

00:13:38: Und ein Teil dieser anderen Kräfte kann ich halt trainieren.

00:13:41: Und das finde ich persönlich so eine total schöne Vorstellung, weil das eben auch bedeutet, dass ich die aktive Verantwortung dafür übernehme, dass ich diese Ziele auch erreiche.

00:13:53: immer so ein großes Problem damit, wenn Leute sagen, naja, also ich bin einfach nicht motiviert, weil es offensichtlich irgendwie jetzt nicht das Richtige für mich ist.

00:14:00: Das ist nämlich immer eine Erwartungshaltung, die eigentlich darauf ausgerichtet ist, dass Motivation alleine reichen würde, um die Ziele zu erreichen.

00:14:06: und das ist eben nicht so.

00:14:07: Aber auch Motivation, also man sagt, okay, das ist die Initialzündung, dann brauche ich vielleicht noch ein bisschen Willenskraft, um irgendwie auf Spur zu bleiben und mich auf das langfristige Ziel zu konzentrieren.

00:14:17: Und ich brauche noch ein bisschen Disziplin, um auch gegen Impulse von Ablenkungen oder aufgeben zu wollen, anzuwirken.

00:14:24: Und ich weiß, diese drei Komponenten kann ich positiv beeinflussen.

00:14:29: Dann ist das doch für mich eine total schöne Botschaft, dass ich innerlich die Selbstwirksamkeit habe, darauf einzuwirken, dass ich meine Ziele auch erreiche.

00:14:38: Was ist denn mit diesem schönen Begriff Lichtgefühl?

00:14:41: Wie passt der da rein?

00:14:42: Weil manche Menschen sind ja auch so der Aufgabe, so verpflichtet innerlich.

00:14:47: Wie passt das da noch rein?

00:14:48: Also das finde ich ja so ein spannendes Thema.

00:14:51: Wir haben das ganz häufig mit Klientinnen, die sich einer Sache oder einer Beziehung oder einer Idee verpflichtet fühlen.

00:15:00: Und was wir dann sagen, ist, dass das häufig eigentlich eine integrierte oder eine introjizierte extrinsische Motivation ist.

00:15:08: Das hört sich ein bisschen sperrisch an, aber was damit gemeint ist, ist, dass so eine moralische innere Verpflichtung häufig als intrinsische Motivation... gewertet wird.

00:15:18: Im Grunde genommen ist es aber ganz häufig auch mit diesem man muss, man soll, der innere Gerichtshof, das über ich, eine übernommene extrinsische Motivation, also sich quasi einer äußeren Sache, die man macht, die das richtige Benehmen darstellt, die eine moralische Überlegenheit bezeugt, dass man die so verinnerlicht hat und ganz häufig... Nicht unbedingt anerzogen.

00:15:43: Du kannst es ja auch übernehmen durch Erfahrungen, die du gemacht hast oder durch Glaubenssätze, die du irgendwo aufgeschnappt hast oder durch Liedtexte, die vielleicht besonders religiös waren oder so.

00:15:52: Also da gibt es ganz unterschiedliche Quellen.

00:15:54: Aber was ich so interessant finde ist, dass wenn das nicht wirklich intrinsisch motiviert ist, damit häufig so ein Erschöpfungsgefühl einhergeht, weil man sich im Grunde genommen eben doch eine äußeren Sache verpflichtet.

00:16:08: Und deshalb ist es, glaube ich, ganz wichtig zu gucken.

00:16:11: eher nach Interesse, nach Freude, nach Flow-Gefühl auch zu bewerten, weil das Energiesystem da natürlich viel weniger stark gegen innere Widerstände arbeiten muss.

00:16:23: Genau, was natürlich bei Pflichtbewusstsein total spannend ist, weil das die moralische Ebene eben anspricht und so gibt es ja auch kulturell eben einige, eine Arbeitsmoral etc.

00:16:33: und die sollen natürlich in Teilen auch unbewusst eine Schuld- oder Schamstruktur ansprechen, weil dann ist man erst mal weiter, also wird man erst mal weiter arbeiten und natürlich irgendwann eventuell ein bisschen, so wie man heute ja so ein bisschen sagt, ausbrennen, wenn es eben nicht zu einem passt oder eben einfach zu viel ist.

00:16:51: Also wir haben ja so einen Leitspruch, den mit dem kann ich mich sehr gut identifizieren.

00:16:56: Der heißt, anything's possible in case of interest.

00:17:00: Das springt ja, also das spielt ja so auf dieses Thema Leidenschaft an.

00:17:03: Bei mir trifft das total zu.

00:17:05: Ich würde sagen, ich bin sehr... Es ist sehr viel möglich, wenn ich das Thema richtig geil finde.

00:17:11: Krang hit.

00:17:12: Woran liegt das?

00:17:14: Also die Motivation ist von verschiedenen Themen ja auch beeinflusst.

00:17:19: Und ein Thema davon zum Beispiel ist die Autonomie.

00:17:21: Also so diese Frage, wie selbstbestimmt sind meine Ziele überhaupt.

00:17:25: Also kann ich quasi entscheidungsfrei festlegen, worauf ich meine innere Ausrichtung fokussieren möchte.

00:17:34: Das ist zum Beispiel ein ganz großer Punkt und dann natürlich die emotionale Bindung daran.

00:17:38: Also das Interesse ist ja ein Zeichen von emotionaler Bindung.

00:17:42: Also habe ich Bock, ja oder nein.

00:17:44: Ich glaube aber, dass das mehr dann noch mit inneren Bedürfnissen, Wünschen, Sehnsüchten und Werten zu tun hat, als uns das immer so bewusst ist.

00:17:51: Also da geht es, glaube ich, schon auch, um das innere Bedürfnis den eigenen Wesenskern im Leben auszudrücken und die Beziehungen, Themen oder Ziele, die ich definiere, die müssen damit irgendwie in Einklang stehen.

00:18:03: Und dann gibt es aber auch noch, das meint ja grad schon so eine realistische Erfolgserwartung.

00:18:07: Also wenn ich das Gefühl habe, ich habe ein Ziel, das ich irgendwie total spannend finde, es ist aber null realistisch für mich, dann setzt eigentlich schon ein totales Erschöpfungsmoment ein, bevor ich überhaupt losgelegt habe.

00:18:16: Und das wirkt sich natürlich negativ auf die Motivation aus.

00:18:20: Und daran angeknüpft ist dann eben auch so ein Kompetenz erleben.

00:18:24: Also wenn ich das Gefühl habe, ja, das, was ich cool finde, das kann ich auch erreichen.

00:18:29: Da bin ich selbst wirksam, da kann ich meine eigenen Umstände gestalten.

00:18:32: Dann ist das auf jeden Fall auch nochmal ein Motivationsbooster.

00:18:36: Und was, glaube ich, bei dir auch so eine Rolle spielt, das finde ich nämlich ganz witzig.

00:18:41: Es gibt ein sogenanntes Belohnungsaufschubparadoxon.

00:18:46: Und das besagt, dass manchmal die Vorfreude größer ist und deshalb viel mehr auf die Motivation einwirkt, als wenn man das Ziel dann tatsächlich erreicht hat.

00:18:54: Das kennt jeder, der schon mal irgendwie sich lange auf eine Prüfung vorbereitet hat und immer antizipierte, wie wahnsinnig geil sich das dann anfühlt, wenn man damit fertig ist.

00:19:02: Und dann auf einmal ist man damit fertig und fällt in so ein Loch und denkt sich, ach so, ja.

00:19:05: so cool war es dann irgendwie doch nicht.

00:19:07: Und das zeigt sich noch mal ganz deutlich, was für eine Anschubskraft eigentlich eine Motivation ist und nicht unbedingt eine Erreichungskraft.

00:19:13: Total, und da würde ich auch Neugier mit rein sprechen oder Spiel, also Neugier.

00:19:18: Und die ist total wichtig auch für alle Hörerinnen darauf zu achten, wo bin ich eigentlich neugierig, was interessiert mich, was könnte so eine Tendenz zu einer Leidenschaft auslösen, dann ist es nur wichtig, dass wenn es natürlich immer so eine ganz schnelle Neugier gibt.

00:19:31: Ach, da ist noch spannend und da ist noch spannend.

00:19:33: Dann bleibt man logischerweise auch nicht unbedingt am Ball, weil dann ist immer alles neu, macht quasi gierig.

00:19:39: Und dann kommt man auch nicht in den Flow beziehungsweise in ein richtiges Tun konsequenterweise.

00:19:44: Aber erst mal als ein Spark ist es total wichtig, um dann zu gucken, ist es mein Interesse.

00:19:48: Und auch dafür, das kann man auch heute merken bei Kindheits- oder Jugendforschung, dass eben dieses etwas dranbleiben, bis es wirklich Spaß macht.

00:19:57: bis es Freude entwickelt, das dauert ein Ticken.

00:20:00: Und diese Zeit ist logischerweise viel kürzer geworden heute, weil wir so vielen Eindrücken ausgesetzt sind, die viel schneller propagieren, dass wir Freude empfinden könnten.

00:20:09: Ob das eine langfristige Freude ist, dass es dann... Seien wir erstmal nochmal dahin gestellt, aber dazu gibt es ganz viel Forschung, deswegen wollte ich nur sagen, also neu gehe ich drauf achten, dann gucken wir es meinen Interesse und dann schaue und entwickle ich daraus eine Ladenschaft.

00:20:21: und manchmal brauchst du dann aber auch immer wieder diesen Push, den Rangit grad so schön beschrieben hat, eben die dann entweder über den Disziplin oder eben einfach einzieht.

00:20:30: Genau, und bei Leidenschaft ist eben so, dass das überflüchtige Begeisterung hinausgeht.

00:20:34: Und deshalb bin ich so spannend, was du gerade gesagt hast, weil dieser Initialimpuls und dem vielleicht kurzfristig zu folgen, das ist so eine Popcornfreude.

00:20:41: Also das macht irgendwie einmal yay und cool und so.

00:20:44: Aber Leidenschaft zu entwickeln bedeutet eigentlich wirklich emotional verbunden zu sein mit einem Ziel oder mit einer Tätigkeit.

00:20:51: Das ist quasi dann die Topform der intrinsischen Motivation.

00:20:55: und dieses Flow erleben ist eben der optimale Zustand, indem ich mich... in meiner intrinsischen Motivation befinde.

00:21:02: Und den kann ich erst erreichen, wenn ich in die Tiefe gehe, wenn ich auch merke, dass meine Selbstwirksamkeit, mein Kompetenzerleben steigen.

00:21:11: Dadurch, dass ich mehr weiß, dass ich mehr kann.

00:21:14: Zudem sind dann noch zwei Ergänzungen super wichtig.

00:21:16: Das eine ist Flow, hält man nicht immer durch.

00:21:18: Also das ist auch wichtig, dass man, falls da draußen die Menschen denken, ich will immer im Flow sein, das funktioniert nicht.

00:21:24: Der Mensch braucht immer auch Stabilität.

00:21:27: Im Sprechen kann man mal wieder im Flow gehen und dieses Gefühl haben.

00:21:30: Und deswegen wollte ich auch noch unterscheiden, es gibt quasi Neugierde Interesse, aber das Interesse kann sich logischerweise auch auf ähnliche Felder beziehen.

00:21:37: Das heißt, dass man dadurch immer wieder angesparkt wird.

00:21:40: Wenn das Interesse, also Persönlichkeit und Beziehung, meinetwegen, ist, so wie hier in unserem Podcast, dann können wir darüber drei Millionen Folgen aufnehmen und werden das Interesse nicht verlieren, sondern ich nicht.

00:21:50: Und das macht natürlich auch darauf einen Hinweis, dass es nicht immer was ganz Neues sein müsste, sondern auch man eine Vertiefung geben kann.

00:21:56: ja hier schon seit Ewigkeiten, also über den Podcast hinaus.

00:22:00: Das ist ja eine Bestätigung dessen, was mich noch mal interessiert.

00:22:03: Darf ich noch

00:22:03: mal ganz kurz sagen, weil das finde ich so spannend, weil ich würde mich generell als ein sehr motivierten Menschen beschreiben, vielleicht manchmal auch ein bisschen über motiviert.

00:22:13: Ein bisschen übermotiviert.

00:22:14: Und das ist dann das mich super spannend, diesen Gedanken.

00:22:18: Da kommt mir gerade die Idee, wenn wir uns nämlich vertiefen und dadurch ein höheres Kompetenz erleben haben und auch wir hier zu dritt und mit noch den Leuten, die auch hinter der Kamera sitzen, so ein soziales eingebundenheitsgefühl haben, was übrigens für die motivationale Grundverfassung auch total wichtig ist.

00:22:37: Also wenn wir uns akzeptiert fühlen und in die Inhalte immer tiefer einsteigen, Das ist bei mir wirklich so, dann entsteht so ein Rausch.

00:22:44: Also dann ist die echte Leidenschaft, die entsteht dann eben erst im Tun, im Verstehen.

00:22:50: Und das ist auch noch so spannend, weil ja die Leute bei uns in der Beratung so häufig sagen, na ja, ich muss nur meine Leidenschaft finden und dann wird es schon laufen.

00:22:58: Und wenn du erfolgreiche Menschen in Interviews hörst, das ist auch so abgefahren, die sagen auch immer, ja, also ich folge eben einfach meiner Leidenschaft.

00:23:04: Und wenn du dann aber in die Biografie einsteigst, dann merkst du, klar, Motivation war am Anfang, da war es Interesse.

00:23:11: Aber dann folgte einfach ganz viel Willenskraft, ganz viel Disziplin, Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit.

00:23:17: Und darüber hat sich dann eine Identifikation mit dem Thema eine echte Verbindung eingestellt.

00:23:23: Und erst dann kam die Leidenschaft.

00:23:25: Und deshalb ist es so ein schwieriges Versprechen, eben zu sagen, ja, du musst nur leidenschaftlich und motiviert sein, dann wirst du auch erfolgreich.

00:23:31: So ist es nämlich einfach nicht.

00:23:33: Akzeptanz von Ambiguitäten, was ja in dem Wort Leidenschaft drinstecht, nämlich dass es auch Leidenschaften kann, weil man dann vielleicht irgendwann enttäuscht ist oder irgendwie nicht mehr so hoch steigt oder nicht mehr so viel Erkenntnis gewinnt hat, ist das glaube ich auch immer eine gute Möglichkeit auch sich wieder ein bisschen einzutun und zu sagen, es kann auch mal die Motivationen singen, es kann kurz mal das Interesse abflachen.

00:23:53: und was ich auch spannend finde in unserer Beratung ist häufig, dass die Menschen für sich plötzlich merken, ich habe meine Motivation ist irgendwie abgestürzt.

00:24:01: So, das ist natürlich nicht von heute auf morgen passiert, ist an sich klar, aber es ist ein schleichender Prozess.

00:24:06: Und da sagen wir immer, es gibt natürlich auch unterschiedliche Lebensphasen, wo man auch neu wieder entdecken darf und entscheiden darf, was eigentlich motiviert, was eine Leidenschaft sein könnte, was neugierig ist.

00:24:16: Und das finde ich auch ein super schönes Bild, dass man da eben auch weitergehen darf.

00:24:21: Und was wir auch erleben und das macht mich dann auch immer so total mit fühlend.

00:24:26: Es gibt ja auch Menschen, die Dinge erreicht haben, ohne dass sie eigentlich eine Initial-Motivation hatten, die wirklich ihrer eigenen.

00:24:35: impliziten Motivationen entsprach, sondern die aus ganz viel Pflichtgefühl, aus ganz viel Disziplin, Fleiß, Willenskraft, Behadlichkeit, ihr Energiesystem immer überproportional aktiviert haben, um bestimmte Ziele zu erreichen und im Grunde genommen nie wirklich motiviert waren, weil es nie ein eigenes Ziel war, den eigenen Interessen entsprach oder irgendwie so eine emotionale Verbindung auch zum Thema gab.

00:24:59: Und die kommen dann zu uns und sind eben maßgeblich geburnoutet, weil sie dieses innere Gefühl der über die mangelnde Motivation und die gleichzeitige Energierschöpfung durch diese kompensatorische Anstrengung von so viel Willenskraft gar nicht mehr aushalten können.

00:25:14: Ich würde

00:25:15: sogar ergänzen, dass es, glaube ich, eher fast den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, ganz genau, was sie innerlich antreibt.

00:25:22: Und ich glaube, darauf könnte heute die Folge auch ein kleiner Impuls sein, zu schauen, hey, einfach erst mal, wie so in einem Sandkasten spielerisch betrachtet, was motiviert mich eigentlich, was macht Spaß, was macht neugierig, was ist überhaupt mein Interesse?

00:25:34: Also wer das so was rangelt, wie so ein Jurastudium, was ich irgendwie eigentlich gemacht habe, weil die Eltern das wollten, oder hast du da mal ein Beispiel aus der Praxis?

00:25:43: Also es gibt ja ganz viele explizite Motive, versus implizite Motive.

00:25:47: Und die impliziten, die sind so ein bisschen schwerer greifbar, also die sind ganz tief verankert, die sind oft unbewusst.

00:25:53: Und die spiegeln so echte Bedürfnisse, Sehnsüchte und innere Antriebe wieder.

00:25:59: Also wenn ich zum Beispiel ein total hohes Implicitism Bedürfnis nach Verbindung habe, nach Aufgehen in sozialen Gefügen, nach Anschluss, nach Verbundenheit.

00:26:11: Und mein Explicitismotiv, also das, was sozusagen bewusst ist, was ich vielleicht auch durch die Sozialisation erlernt habe, dass das ein erstrebenswertes Ziel wäre, ist so was wie... krasse individualistische Karriere, Erfolg um jeden Preis, im Sinne auch des Alleinstellungsmerkmalens und der Führungsspanne und so.

00:26:29: Dann gibt es in mir vielleicht Zielkonflikte.

00:26:33: Kognitive Dominanz, äh Dominanz.

00:26:37: Freutche Fehlleistung.

00:26:38: Eine kognitive Dissonanz zwischen meinen impliziten und expliziten Zielen und daran reibe ich mich auf.

00:26:45: und wenn ich dann nicht verstehe, dass meine innersten Bedürfnisse eben durch meine unbewussten impliziten Bedürfnisse und Motive gar nicht befriedigt werden, dann werde ich auf jeden Fall auch im Burnout landen.

00:26:59: Wenn man natürlich nicht genau weiß, woran dieses Gefühl eigentlich, woher das kommt, dann wird es eigentlich noch schwieriger.

00:27:06: Das heißt, es wäre gut, dafür irgendwann mal einen Raum zu öffnen.

00:27:09: Und dann natürlich nicht ins Entwederoder zu gehen, wenn du zum Beispiel dieses rechtswissenschaftliche Studium oder so nimmst, was ja auch vielen Leuten total Spaß macht.

00:27:15: Das darf man auch nicht vergessen.

00:27:17: Aber da hatten wir mal einen Fall eben, wo viel mehr eigentlich das Leben, wie Ranget gerade gesagt hat, in Verbindung, in Konsens, also selbst bei Scheidung, wäre eher zu sehen, wie können die weiter danach... als einzelne Person, aber gemeinsam in Austausch treten.

00:27:30: Was häufig in der Struktur des Scheidungscharakters vom Ehe-Rechter, etc.

00:27:35: oder vom Scheidungs-Rechter gar nicht angelegt

00:27:36: ist.

00:27:37: Und das ist natürlich total spannend, weil dann macht so eine Scheidung per se von der Struktur oder auch des Rechtsrahmen sehr Stress, total Stress.

00:27:45: Also

00:27:45: die Scheidung

00:27:45: kriegst du

00:27:46: dir mal ganz genau in Ordnung.

00:27:47: Wir wollen ja bei Recht und dann... Genau.

00:27:49: Also es handelt sich um eine Person, die ein ganz starkes, implizites Bedürfnis nach Harmonie, nach Austausch, nach Zugehörigkeit, nach Verbindung hat.

00:28:00: Rechtswissenschaftler ist und im Familienrecht gearbeitet hat.

00:28:03: Und in der Scheidung, also von Menschen, in der Trennungsbegleitung von Menschen, dann eben nicht die harte Keule rausgezogen hat und irgendwie das Streitbare in den Vordergrund gestellt hat und irgendwie Ego-Interessen von einer Partei, über die das anderen gestellt hat.

00:28:18: sondern dann, um eine Übereinstimmung zwischen den expliziten Motiven der Rollenbeschreibung des Jobs und den impliziten Motiven des eigenen inneren Herzens und der Seele eine Übereinstimmung herstellen zu können, ist diese Person dann mehr in das Mediieren gegangen, in hey, komm, wollen wir uns hier noch mal alle an einen Tisch setzen.

00:28:38: Also hat quasi diese Inkongruenz der Motive irgendwie versucht abzubauen, um überhaupt für den Job motiviert bleiben zu können.

00:28:47: Hier hat das Unbewusstsein geholfen und gesagt, hey, hol die beiden doch an einen Tisch, was relativ ungewöhnlich ist.

00:28:53: Einfach rein, wie die Rechtsstruktur sonst ausgelebt wird.

00:28:57: Und das war jetzt ein Beispiel.

00:28:57: So kann man das Burnout vorbeugen.

00:28:59: Zum Beispiel.

00:28:59: Vielleicht für alle, so werden die am Tisch sitzen.

00:29:02: Und das ist aber so entscheidend, sich mal zu überlegen, was sind denn eigentlich meine impliziten Motive, weil wir die häufig auch verloren haben über das Leben?

00:29:11: weil wir uns vielleicht gar nicht so bewusst damit auseinandergesetzt haben oder uns auch an gesellschaftlichen Regeln und Normen orientiert haben, weil wir bestimmte Rollen erfüllen wollten und damit dann natürlich auch sozusagen außenorientierte Ziele verbunden waren.

00:29:25: Aber... Also nochmal, wenn du quasi denkst, ich kann mein Ziel nicht erreichen, weil ich nicht motiviert bin, dann lohnt sich auf jeden Fall erst mal auf die Motivation selbst zu schauen.

00:29:35: Und wenn du nicht motiviert bist, dann hast du entweder falsche Ziele, weil sie dir nicht entsprechen, weil es nicht deine eigenen sind oder weil sie für dich unerreichbar sind, also weil du keinen Kompetenz erleben und keine Erfolgserwartung hast.

00:29:48: Oder du hast einfach in deinem eigenen Erwartungsmanagement eine Überforderung an deine Motivation und musst einfach mal verstehen, dass die schwankt.

00:29:55: dass das ganz normal ist und dass du, wenn du einen Motivationstal durchschreitest, ein kleines Tief erlebst, immer noch andere Hebel hast, die du in Bewegung setzen kannst, wie zum Beispiel die Volition, also die Willenskraft oder auch die Disziplin.

00:30:09: Und diese beiden sind trainierbar.

00:30:11: Und vielleicht können wir ja da noch mal hingucken, damit jetzt unsere Hörenden auch einen echten Mehrwert mitnehmen können.

00:30:17: Wie man denn diese Notstromaggregate, wenn die Willenskraft gefördert ist oder die Disziplin, weil die Motivation gerade nicht so hoch ist, wie man die noch mal aktivieren kann.

00:30:28: Vielleicht

00:30:28: könnt ihr ja mal sagen anhand eurer eigenen Beispiele, wie ihr das macht.

00:30:33: Also wenn mal die Motivation schwankt, wie geht ihr dann vor?

00:30:38: Mir ist die ganze Zeit dran, dass hier so schön energetisch und energiegeladen beschrieben hat, ist mir sofort, die sind Metapher jetzt aus dem, man weiß jetzt zum Beispiel im Sportkontext und das würde ich jetzt nicht sportlich auf mich beziehen, aber auf jeden Fall, dass es total klare Recovery oder Ruhe Phasen braucht.

00:30:53: Also es braucht, wenn du vier Tage irgendwie irgendeine Art von Sport oder eben auch einen Job gemacht hast, dass es irgendwie nach einem gewissen Zeitbrauch ist, auf jeden Fall ein, wo du dich richtig erholen kannst, wo deine Seele, dein Körper, dein Geist eben wirklich zur Ruhe kommen kann.

00:31:06: Und ich glaube, diese diese Pausen in Anführungsstrichen, die eben eigentlich keine, das ist ja nicht eine kapitalistische Pause, ich bin unsinnig und tun nichts, sondern es ist total notwendig, um eben auch motiviert zu bleiben.

00:31:18: Also wenn ich einen Motivations-Tief habe, dann bin ich erst mal nicht so besonders rational und irgendwie so total, ja wie soll ich sagen, reif und kann dann sofort auf meine Willenskraft und Disziplin zugereifen, sondern ich prokrat ... Sorry, ich prokrastiniere dann erst mal ein bisschen und versuche damit irgendwie so mein motivationales Problem zu regeln, indem ich versuche, unangenehme Emotionen irgendwie aufzuschieben, wie zum Beispiel

00:31:46: den Brust oder Angst

00:31:48: oder so.

00:31:49: Also das sind ja dann so Gefühle, wenn man eben nicht handlungsaktiv ist, dann drückt es irgendwann ganz schön.

00:31:57: Und dann versuche ich mir immer wieder zu sagen und langjährige Hörende wissen das.

00:32:03: Ich schreibe ja viel, also Tagebuch und Texte und so.

00:32:07: Und dann versuche ich eben in Selbsttherapie mir zu überlegen, hey, Ranghild, ein Motivationstief, ein Tal ist auf jeden Fall eine Möglichkeit zur Selbsterkenntnis.

00:32:19: Also was genau fehlt denn gerade?

00:32:20: Sind vielleicht die Umstände irgendwie gerade schlecht?

00:32:22: Ist das Ziel nicht mehr mein eigenes?

00:32:24: Fühl ich mich gerade nicht fähig?

00:32:26: Wenn ich merke, woran es liegt, dass meine Motivation im Moment ein bisschen gesunken ist, dann kann ich darauf ja einwirken, indem ich vielleicht nochmal die Ziele adjustiere oder meine Ablenkung eingrenze oder so.

00:32:38: Aber ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich häufig auch ein bisschen über meine Motivationstheler hinausgehe und vielleicht manchmal auch ein bisschen zu viel Willenskraft aktiviere, weil ich schon Und das wirkt sich positiv auf die Willenskraft aus.

00:32:50: Ich habe schon eine recht hohe Resilienz.

00:32:53: Also ich bin schon in der Lage, trotz Widerstände irgendwie mich wieder zu berappeln und mich der Leistungserbringung wieder zu widmen.

00:33:01: Und kann das, glaube ich, manchmal auch gar nicht so akzeptieren, dass auch die Willenskraft eine begrenzte Ressource ist.

00:33:05: Und ich drück dann manchmal ganz schön durch und dann habe ich auch nicht immer nur Vorteile davon.

00:33:10: Was sind da die Nachteile?

00:33:12: Kopfschmerzen, Kopfspannung.

00:33:17: Leichtes Gereiz sein.

00:33:19: Genau.

00:33:20: Also was sich auf jeden Fall positiv auf die Willenskraft auswirkt, und das können Hörende ja jetzt nicht sehen, aber ich werde auf jeden Fall gerade rot, ist eine gute Frustrationstoleranz zu entwickeln.

00:33:30: Also auch mal zu verstehen, hey, man kann auch mal einen Rückfall haben, man kann einen Ausrutscher haben, das ist total in Ordnung, es ist gut.

00:33:37: Gewohnheiten zu entwickeln, weil dadurch, dass die Willenskraft eine begrenzte Ressource ist, ist es manchmal besser, Routinen etabliert zu haben, die nicht immer wieder eine bewusste Entscheidung erfordern.

00:33:48: Beim Sport, was ich auf gar keinen Fall gemastert habe bis jetzt in meinem Leben, ist das ja auch immer so ein ganz gutes Beispiel, dass man irgendwie die Schule schon vor der Tür stehen hat und was auch immer dabei mir nicht wirkt.

00:33:59: Total.

00:33:59: Ich glaube nicht, dass die Willenskraft übrigens die mangelnde Ressource ist, weil das erlebt man ja auch bei jungen Menschen oder auch bei Menschen, die manchmal, wo man denkt, ja, der Wille ist.

00:34:07: Da, das merkt man, aber eben nicht, dass gerade die Energie im Innen- oder vielleicht auch nicht die Kompetenz oder die Disziplin oder ähnlich ist.

00:34:16: Deswegen, das sind ja manchmal auch die, die dann mit dem Kopf durch die Wand gehen.

00:34:19: Und ich glaube, da ist es vielleicht auch manchmal zu gucken.

00:34:21: dass es gar nicht ein Rückschritt ist, sondern wirklich in die Regeneration zu gehen.

00:34:25: Und in deinem Fall, du guckst ja auch gerne ins Grüne.

00:34:28: Ja,

00:34:28: ganz genau, das stimmt.

00:34:29: Also auf jeden Fall, wenn man jetzt sagt, was bedeutet es, die Handlungsenergie aufrecht zu erhalten.

00:34:36: Dafür gibt es auf jeden Fall ein paar Tipps und Tricks.

00:34:38: Das eine ist, guck dir das Ziel nochmal an, ist es wirklich das, was du auch intrinsisch erreichen möchtest.

00:34:45: Hast du Erfolgserlebnisse, auf die du zurückgreifen kannst, wirkt sich auch immer total positiv auf.

00:34:50: Auch

00:34:51: positive

00:34:52: Rückmeldungen.

00:34:52: Also ein Body-System zu etablieren, dich gegenseitig zu verstärken.

00:34:57: Vielleicht auch positive Etappen.

00:34:59: Ja, Etappen auch gut.

00:35:01: Ja, nur, wenn durch das man einfach, dass man eben auch weiß, hey, wenn das Ziel sehr weit weg noch ist oder das irgendwie ein Jahr lang geht, der Prozess, da ist ja auch total wichtig, dass man ab und zu eben sagt, hey, wir haben das und das schon erreicht oder...

00:35:13: Voll mit dem Body System, genau, wenn ihr nochmal das Marathon Beispiel euch vorstellt,

00:35:17: dass man sich der Unterstützung

00:35:19: einmeldet und dann

00:35:20: gemeinsam trainiert.

00:35:21: So ein Body System funktioniert aber viel besser, wenn du dich nicht nur an deine eigenen Regeln gerne hältst, sondern auch an die von anderen, also wenn es auch so eine soziale Komponentik ist, geht bei mir alles nicht.

00:35:31: wenn ich mich irgendwie mit einem Buddy verpflichte, dann kriege ich innerlich schon so einen Rebellen und denke mir, wenn jetzt sagst du mir hier, was ich machen soll, auf keinen Fall.

00:35:38: Also es funktioniert auch nur bei manchen Leuten, was auf jeden Fall wichtig ist, ist noch... Das finde ich immer ganz schön.

00:35:44: Mentale Kontrastierung heißt das, also wenn du von Anfang an weißt, hey, nicht nur meine Motivationsschwang, sondern auch meine Willenskraft kann nachlassen.

00:35:52: Disziplin kostet viel Kraft, dass du weißt im Vorausschon, was du machen würdest, wenn es mal soweit ist, dass du keinen Bock und keine Kraft mehr hast.

00:36:01: Und das nennt sich mentale Kontrastierung.

00:36:03: Also um in dem Sportbeispiel zu bleiben, wenn du jetzt dir irgendwie auf den Sofa wahnsinnig toll vorstellst, wie schön das wäre, laufen zu gehen und zwar Langstrecke.

00:36:12: Dann ist total klar, dass bei schlechtem Wetter oder wenn du dich mal nicht so fühlst oder sowohl Motivation als auch Volition eben schwankend sind.

00:36:19: und mentale Kontastierung bedeutet dann, dass du dir richtig innerlich vorstellst, okay, es regnet in Strömen und ich habe leichte Kopfschmerzen.

00:36:26: Was mache ich, um trotzdem rauszugehen?

00:36:29: Da können wir hier ein schönes Live-Beispiel aus dem Podcast.

00:36:32: Ranghild schickt uns dann immer so hundertseitige Texte, die dann als dicker Stapel mich mehrere Tage so angucken.

00:36:41: und dann Bei mir muss auf jeden Fall dann der Druck richtig steigen.

00:36:44: und dann habe ich, da können wir auf eine unserer Folgen verweisen, ich finde diese Deep Work Methode echt hilfreich.

00:36:53: Also ich stelle mir ein Wecker, leg das Handy in einen anderen Raum auf Flugmodus und dann mache ich immer so ganz kurze Einheiten und danach mache ich eine Pause und dann kommt die nächste Folge und so klappt es mittlerweile eigentlich ganz gut, aber ich könnte natürlich auch... sehr viel eher anfangen und das dafür brauche ich schon diesen Druck von außen auf jeden Fall.

00:37:13: Und Wer Jalee jetzt schon eine Weile kennt, der weiß, dass sie nicht nur hoch motiviert ist, sondern auch insgesamt sehr leidenschaftlich, was auf jeden Fall mit einer weiteren kleinen Charaktereigenschaft einhergeht, nämlich der Leichten Übertreibung,

00:37:25: das war wirklich kein Übertreibung, das ist ein ganzes Bücher.

00:37:28: Da

00:37:29: wäre vielleicht noch ein Punkt wichtig, auch welches Gefühl hinter dem Ziel möchte ich erreichen.

00:37:34: Und das finde ich auch so ganz gut hier zum Ausfäden, weil darum geht es eben auch, dass man überhaupt erkennt, weil Ziele, das kann alle möglichen Idealbilder haben, aber es ist vielleicht auch wichtig, wie will ich mich danach fühlen.

00:37:45: Und das finde ich, so sind wir auch mit deinem Anstieg gestartet, dass zum Beispiel du hast einfach, du möchtest dich gut fühlen, sowohl dabei als auch danach.

00:37:53: Und dementsprechend finde ich, ist das auch ein schönes Vorbildmomentum für alle Hörerinnen und Hörer, eben sich immer wieder auch mal zu fragen, eben welches Gefühl möchte ich erreichen.

00:38:01: Und selbst wenn man weiß, man muss das Ziel erreichen, das gibt es ja ganz häufig, wir können uns ja nicht immer überlegen, ob wir das Ziel überhaupt erreichen dürfen mit irgendwie verschiedenen Themen im Leben, die wir alle auch irgendwie erfüllen dürfen, dann ist es doch trotzdem wichtig, wie könnte ich mich danach vielleicht auch so ein bisschen belohnen.

00:38:16: Total und der subjektive Wert, glaube ich, ist trotzdem eine total wichtige Komponente, weil wenn ich jetzt zum Beispiel beruflich bestimmte Ziele erreichen muss, auf die ich vielleicht jetzt spontan keinen Bock habe, dann kann ich das ja trotzdem in übergeordneten Sinnzusammenhang einordnen.

00:38:34: Und dann hat es eben doch wieder eine subjektive Bedeutung für mich.

00:38:36: Ganz wichtig bei der Motivation ist zu verstehen, wenn es gar keine Bedeutung für mich hat.

00:38:41: Also wenn das emotionale Erleben bei der Zielvorstellung gleich null ist, dann ist auch ganz sicher die Motivation gleich null.

00:38:50: Trotzdem finde ich es eben wichtig zu sagen, hey, es gibt ja auch einen Effekt davon, mal Mühsal auszuhalten, mal über Motivationstähler hinwegzukommen, mal gegen den eigenen inneren Schweinehund anzukämpfen und ihn wirklich zu besiegen, weil das letztendlich dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit des eigenen Kompetenzerlebens der eigenen Autonomie so stark steigert, dass langfristig davon weitere Projekte motivational auch ein Vorteil haben werden.

00:39:19: Also zurück zu Johans Kindheits- und Jugendforschung, würdest du sagen, wenn jetzt ein Kind dreimal zum Geigenunterricht geht und dann sagt kein Bock mehr.

00:39:28: Dass sich das dann lohnt.

00:39:29: Da kommen wir hier in diffiziles Gebiet.

00:39:32: Aber ich würde sagen, was man bei Kindern glaube ich, würde ich denken, gut sehen kann, ist eben, wo geht der Neugierde eben hin?

00:39:38: Jetzt mal abgesehen natürlich, wenn man den zu viele digitale Themen gibt, aber einfach, wenn man die so lässt und dann werden die was finden, was ihre Neugierde erstmal sicher irgendwie erhält.

00:39:46: Und dann könnte man natürlich gucken, wie bleibe ich dabei.

00:39:49: Aber klar, es müsste so sein, dass es nicht, nicht, nicht irgendwie, also der Geigenunterricht sollte natürlich auch so gestaltet sein, dass es vielleicht auch ein bisschen kindgerecht ist.

00:39:56: dann.

00:39:57: Kleine Anekdote.

00:39:58: Ich habe ja sehr viele erwachsene Kundinnen.

00:40:02: Und wenn es dann um Biografiarbeit geht, ist dieser Kommentar bezüglich des Geigeübens, des Klavierlernens, des Posaune Unterrichts immer, immer, immer derselbe, nämlich Erwachsene Menschen, die von ihren Eltern gezwungen wurden, das durchzuziehen.

00:40:18: Die sitzen hier und sagen, ich finde es so cool, dass meine Eltern mich gezwungen haben, weil heute habe ich richtig Bock zu spielen und alle Kunden,

00:40:27: die

00:40:27: nicht gezwungen wurden, die dann so mit zwischen zwölf und vierzehn meistens das Musikinstrument haben fallen lassen, die sitzen alle hier und sagen, ich finde es so doof, dass meine Eltern mich nicht gezwungen haben, nur weil ich mal nicht motiviert war.

00:40:41: Also man kann nur alles falsch machen, zwingen oder nicht zwingen.

00:40:44: Das ist auch schon mal eine gute Einsicht.

00:40:46: Bei mir war es das Klavierspiel und ich hätte wahrscheinlich gerne.

00:40:48: Schlagzeug gelernt.

00:40:50: Genau, wichtig ist ja nur, dass man vielleicht vorher rausfindet, was ein gutes Thema sein könnte.

00:40:55: Eben

00:40:56: mit dieser emotionalen Verbindung, dass es aber trotzdem mühsam sein darf, auch wenn man es im Groh gut findet.

00:41:03: Das, finde ich, ist die wichtigste Lektion vielleicht heute von dieser Folge, damit man das nächste Mal, wenn es irgendwie schwierig wird, innerlich bereit ist, gegen diese Widerstände durch viel Willenskraft und Disziplin auch anzukämpfen.

00:41:15: Das ist ein schönes Schlusswort.

00:41:17: Schickt uns gerne euer Feedback dazu.

00:41:20: Wie bleibt ihr am Ball?

00:41:22: Wo seid ihr so richtig motiviert?

00:41:24: Was sind Methoden, wie ihr durch die tiefen Täler im Prozess dann doch irgendwie durchgekommen seid?

00:41:29: Und wie fühlt ihr euch danach?

00:41:30: Also teilt das alles bitte gerne mit uns auf allen Kanälen.

00:41:34: Schickt eure Fragen, Folgenwünsche.

00:41:37: Wir antworten auf jeden Fall auf jede eurer Nachrichten.

00:41:40: Vielen Dank und bis zur nächsten Folge.

Über diesen Podcast

Alle paar Wochen nehmen sich Ragnhild Struss und Johann Claussen Zeit zum Deep Dive vor den Podcast-Mikros: Gemeinsam mit Interviewerin Jalée Grau diskutieren sie die großen Fragen der Persönlichkeitsentwicklung, Job- und Lebensplanung:

Was hat Geduld mit Erfolg zu tun? Wie entsteht ein gesunder Selbstwert? Was bedeutet es, wenn ich nie zufrieden bin? Wie finde ich einen Job, der wirklich zu mir passt?

In einer Mischung aus theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung gehen die Podcast-Hosts menschlichen Verhaltensmustern auf den Grund, hinterfragen innere Überzeugungen und beleuchten die Macht des Unbewussten. Denn – so ihre Überzeugung und das Motto ihres Unternehmens Struss & Claussen Personal Development: Alles beginnt im Innen.

Viel Spaß und Inspiration beim Hören!

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von und mit Ragnhild Struss und Johann Claussen

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